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(entnommen von www.bio-gaertner.de - dem umfassenden Online-Öko-Nachschlagewerk)
Vicia faba.
Schmetterlingsblütler. Hülsenfrüchtler. Auch Dicke Bohnen, Saubohnen, Pferdebohnen.
Siehe auch den Einführungstext für das Kapitel Gemüse, Salate_allgemein und die nachfolgenden Artikel.
Sonnige Lage, feuchte Luft. Nicht zu schwerer, kalkhaltiger, feuchter Boden ohne Staunässe. Starkzehrer, Kompost, Algenkalk und Steinmehl verwenden. Humofix-Saatbad, über Nacht in warmem Wasser oder Kamillentee vorquellen. Hülsenfrüchte weder als Vor- noch als Nachfrucht auf demselben Beet anbauen. Wegen der Stickstoffansammlung eignen sich als Folgefrucht Kohl, Sellerie und Tomaten. Als Vorfrucht sind geeignet Grünkohl und Porree, nicht geeignet sind Raps und Sonnenblumen.
So früh wie möglich, etwa Ende 2 z. B. "Aquadulce Claudia", aussäen, Puffbohnen sind im Frühstadium wärmeempfindlich, spätere verlausen leicht. Vorziehen unter Glas ab 2 und langsam an die Außentemperatur gewöhnen. Ab 3 direkt ins Freie säen, 3 - 4 cm tief in schweren Böden, 5 - 6 cm in sandigen. Abstand 10 - 15 cm, der Reihen 20 - 45 cm je nach Anzahl. Sie vertragen Fröste bis -7°, Jungpflanzen -3/-4°. Mit Vlies abdecken. Anhäufeln, Boden lockern, Triebspitze oberhalb des 7. Blütenbüschels abknipsen, sobald Hülsen gebildet werden. Das Entspitzen lässt die Körner schneller reifen, vermindert Bohnenlausbefall.
Stützreiser oder Maschendraht sind notwendig bei hohen Sorten. Stattdessen können auch waagerechte Drahtgeflechte 10 x 10 cm angebracht werden, durch die die Bohnen hindurchwachsen. Erntebeginn Frühsommer, sobald die Samen noch milchig und die Hülsen noch nicht hart geworden sind. Untere Hülsen zuerst. Pflanze nach der Ernte über dem Boden abschneiden wegen der Stickstoffbakterien an den Wurzeln. Winterfeste Sorten können schon im November ausgesät werden.
Mischkultur mit Erbsen, Gurken, Kartoffeln, Kohlrabi, Pflücksalat, Sellerie, Spinat und Tomaten, Bohnenkraut am Beetrand. Gute Nachfrucht sind Gurken, Kürbis, Paprika, Spinat, Tomaten. Keine frische Düngung, die tiefreichenden Wurzeln lockern den Boden und bilden Stickstoff. Auch als Gründüngung geeignet, dann abschneiden, wenn die Pflanzen Früchte angesetzt haben. Die Wurzeln dringen bis 1,5 m Tiefe vor.

Der typische Geschmack dieser Wickenart ist nur bei Sorten mit schwarzgefleckten Blüten vorhanden. Diese Körner verfärben sich nach dem Kochen braun. Auch zum Einfrieren geeignet. Bei Verwendung als Saatgut darauf achten, dass nicht die Brennfleckenkrankheit oder der falsche Mehltau durch die Körner übertragen wird (Siehe 'Saatbeizung').
Puffbohne Perla (Erfurter). Delikatess-Sorte mit geraden Hülsen und rundlichen Körnern von tiefgrüner Farbe. Höhe nur etwa 75 cm. Puffbohne.
Puffbohne Piccola (Kiepenkerl), ausgezeichnet durch seinen feinen, kernigen Geschmack.
Sie enthalten Vitamin A, B1, B2, C, Ballaststoffe, Biophenole, Carotinoide, Enzymhemmer, Lektine, Eisen und Kalzium.
Für Menschen, die an Favismus leiden, sind Puffbohnen giftig, auch das Einatmen des Blütenstaubs wird nicht vertragen. - Gute Hummelnektarpflanze.
| Schadbild | Vorbeugung | Bekämpfung |
| Bohnen-/Wickenblattlaus | ||
| Aphis fabae. Siehe Bohnen.- Verkrüppelte Triebspitzen und Hülsen. Die Ernte wird stark vermindert. Die Läuse legen ihre Eier im Herbst vor allem auf Pfaffenhütchen, Pfeifenstrauch und Schneeball (Wirtswechsel). Im Frühjahr schlüpfen die Läuse und saugen zuerst an den Knospen, dann an den Bohnen selbst. Dabei gebären sie unermüdlich neue Jungläuse, die ihrerseits nach kurzer Zeit für neuen, nur weiblichen Nachwuchs sorgen. Flugzeit vor allem im Juni. | Mischkultur mit Bohnenkraut, Dill, Kapuzinerkresse oder Zwiebeln. Bohnen im Februar, spätestens bis 10. März aussäen. Wenn die ersten Bohnen sichtbar werden, die Pflanzen entspitzen. So früh wie möglich aussäen/vorziehen, Erntezeit Anfang Juni beenden. Boden muß von alter Dungkraft sein, keinen frischen Mist verwenden. ENVIRepel. Das Roden von Wirtswechselpflanzen bringt keinen Erfolg, die Läuse überwinden große Entfernungen. | Rhabarberblättertee. Natronlösung. Spruzit, Niem. |
| Brennfleckenkrankheit | ||
| Ascochyta fabae. Braune, schwarzrandige, eingesunkene Flecken an Blättern, Früchten, Hülsen, Stielen, auch der Keimling kann befallen sein. Später erscheinen die rosafarbenen Sporen, bei starkem Befall fallen die Blätter ab. Der Pilz infiziert auch den Samen. Feuchtes Wetter fördert die Ausbreitung, Gefährdung während der gesamten Vegetationsperiode. Siehe Bohnen. | ||
| Falscher Mehltau | ||
| Peronospora viciae. Blattoberseite weiße bis gelbe Flecken, Unterseite weißgrauer Belag. Siehe 'Mehltau, falscher'. | ||
| Pilzbefall | ||
| Dunkle Flecken auf den Blättern, heller in der Mitte. Dunkle Pusteln enthalten die Sporenbehälter. Auch der Stängel kann befallen werden, dann stirbt die Triebspitze ab. Hülsen und Samen können ebenfalls befallen werden, sie haben dunkle, eingesunkene Flecken. Feuchte Witterung begünstigt das Wachstum des Pilzes. | Saatgut auf Befall untersuchen, ggf. beizen (Siehe Saatbeize).Piccola (Kiepenkerl). | |
| Rost | ||
| Blattoberseite helle Flecke, Unterseite dunkle Sporenlager. Uromyces viciae-fabae. Siehe 'Rost'. | ||
| Schokoladenfleckenkrankheit | ||
| Pilzbefall durch Botrytis fabae. | Vernichten. | |
| Stängelälchen | ||
| Ditylenchus dipsaci. Kümmerwuchs. Blätter und Stängel kümmern, sind gekräuselt, bei starkem Befall sterben sie zusammen mit den Wurzeln ab. Siehe 'Nematoden'. | ||
| Wanzen | ||
| Junge Triebe sind angestochen, sie wachsen verdreht nach. Siehe 'Blattwanzen'. | ||