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Gurken

Gurken (bot. Cucumis sativus)


Cucumis sativus. Kürbisgewächse.Cucumis sativus, Gurken 

Siehe auch den Einführungstext für das Kapitel  Gemüse, Salate_allgemein und die nachfolgenden Artikel.

Warmer, humoser, lockerer Boden, er darf nicht verschlämmen. pH 6,5 - 7. Viel Dünger, aber wenig Stickstoff, und viel Wasser notwendig, jedoch kein Mineraldünger und vor allem kein Chlor. Bodenvorbereitung möglichst 14 Tage vorher. Ideal ist ein warmer Fuß aus Pferdemist, er macht locker und wärmt. Ist kein Pferdemist vorhanden, kann auch grober Kompost (50% Anteil) oder verrotteter Rindermist genommen werden, mit etwas Torf oder gehäckseltem Stroh vermischt bis zu einer Tiefe von 35 cm. Der Kompost ist am wirkungsvollsten, wenn er nur halbverrottet, aber durchgehend schwarz gefärbt ist. Die ehemalige Gewebestruktur kann noch zum Teil erhalten sein. Boden vor dem Auspflanzen mit Eichenblattauszug gegen Schädlinge und Pilzbefall abbrausen. Eine schwarze, geschlitzte Mulchfolie in den ersten Wochen ist vorteilhaft. Auch Mulchschicht aus Stroh oder verrottetem Rindermist ist günstig. Bei Gefahr der Staunässe einen 20 - 25 cm hohen Damm aufschütten, der Wärme an die Wurzeln kommen lässt. Er kann dann mit den Gurken bepflanzt werden. In die Senke passen dann Blumenkohlpflanzen. Luftfeuchtigkeit von 80% optimal. Sonnig. Gute Vorkultur: Puffbohnen.

Samen vor Aussaat 24 Stdn. in Milch einweichen. Aussaat Keimtemperatur mindestens 15°, es sollten aber besser 25 - 26° sein. Ggf. durchsichtige Plastikbecher mit zwei Löchern im Boden über die Samen stülpen, bis sich zwei Laubblätter entwickelt haben. Gurken vertragen keine Temperaturen unter 5 - 8° und auch keine unterschiedlichen Temperaturen bei Tag und Nacht. Dunkelgrüne Anzuchtpflanzen gedrungenen Wuchses mit 2 - 3 Blättern sind günstig. Aussaat ab April unter Glas in kleine Töpfe oder ab 5 ins Freiland. Abstand 30 cm x 150-200 cm. Bodentemperatur mindestens 12°. Die Wurzeln dürfen beim endgültigen Auspflanzen nicht beschädigt werden. Windempfindlich, deshalb Windschutz z.B. durch hohe Erbsen, Rosenkohl, Stangenbohnen (Abstand 2 m), Zuckermais. Beim Auspflanzen tiefer setzen. Auf dem Boden eine schwarze Lochfolie ausbreiten, sie erhöht die Bodentemperatur um 4°. Blätter beim Gießen nicht nass machen, z.B. mit seitlichen Löchern versehene Blumentöpfe neben die Pflanzen eingraben und morgens wässern. Der Boden darf nicht verschlämmen, die Wurzeln benötigen viel Sauerstoff. Deshalb ist die vorgenannte Anzucht auf einem Damm besonders günstig.

In den ersten Wochen nach dem Auspflanzen ein Folienzelt anbringen. Bei warmem Wetter Folie entfernen, das Gestänge stehen lassen, falls die Folie wieder gebraucht wird. Spalier aus Maschendraht ist günstig für Abtrocknung und damit Krankheitsabwehr. Kümmel wirkt geschmacksfördernd, Basilikum und Dill hält Gurken gesund. Pflanzabstand mindestens drei Jahre, sonst Minderertrag und Krankheiten.

Gute Nachbarn: Basilikum (erhöht die Fruchtbarkeit, verzögert Mehltaubefall, Abstand etwa 10 cm), Beinwell (setzt im Boden Eisen, Kalium und Kieselsäure frei), Blattkoriander, Borretsch, Buschbohnen, Dill (stärkt), Erbsen, Fenchelkraut und -gemüse, Kapuzinerkresse (wehrt weiße Fliegen ab), Knoblauch, Kohl(rabi), Koriander, Kümmel, Majoran, Möhren, Petersilie, Porree, Rau Om (Limnophila aromatica), Ringelblume, Rote Bete, Salat (Achtung wegen Sclerotiniafäule), Sellerie, Sonnenblumen (Windschutz), Spinat, Zitronengras, Zwiebeln, Zuckermais (gleichzeitig Windschutz). Rettich fernhalten, macht die Blüten taub. Ungünstig sind u.U. auch Bohnen wegen der Fusarium- Fuß- und -Welkekrankheit, obwohl sie sonst gut zueinanderpassen, Gartenkresse, Kohl, Radies, Rettich, Rote Bete, Salat (wegen der Sclerotiniafäule), Salbei, Sellerie, Tomaten. Möhren sind dagegen erlaubt. Gurken nicht nach Möhren pflanzen wegen der Nematoden, nicht nach Kartoffeln wegen der Übertragung von Welkepilzen oder Virosen, Ethylen (Äpfel usw.) machen Gurken gelb und weich. Gurken hemmen das Wachstum von bestimmten Nahrungskonkurrenten durch ein eigenes Gift.

Zwischen Fruchtansatz und Ernte Düngung mit Brennesseljauche und Hornmehl, einmal wöchentlich. Wenn Früchte braun werden und abfallen, zeigen sie damit Nahrungsmangel an. Anhäufeln ist günstig (Juni). Vorteilhaft ist vorherige Gründüngung an demselben Ort. In der Morgenkühle ernten, die Gurken können sonst noch bitter werden. Gleichmäßige Wasserversorgung ist wichtig, bei Trockenheit werden die Gurken ebenfalls bitter. Dasselbe geschieht auch in feuchten, kühlen Sommern. Dagegen helfen bitterfreie Sorten (Einlegegurke Libelle F 1, Senfgurke Tanja). Nach 3. oder 5. Blatt Spitze abkneifen, erhöht die Ernte. Ebenso wird der Fruchtansatz vergrößert durch möglichst frühzeitige Ernte der ersten Frucht. Die unteren Blätter bis zu 30 cm Höhe entfernen, damit nicht bodenbürtige Pilze sie infizieren. Im August etwaige Neutriebe zu Gunsten der bestehenden Fruchtansätze auskneifen. Seitentriebe nach Fruchtansatz einkürzen. Am Haupttrieb nur 4 Früchte belassen, dadurch wird die Seitentriebbildung angeregt. Jungfernfrüchtige Sorten sind ertragreicher, bitterfrei und krätzeresistent. Gurken mit männlichen und weiblichen Blüten liefern mehr Ertrag, wenn die Neutriebe auf zwei Blätter gekürzt werden. Haben die Gurken die für sie gültige Größe erreicht, sollten sie auch geerntet werden, anderenfalls beendet die Pflanze ihre Fruchtbildung.

Bei kaltem Wetter, wenn keine Insekten fliegen, ggf. mit Pinsel bestäuben. Wenn die Einlegegurken an Rankgittern gezogen werden sollen, die Pflanzen an der Westseite auspflanzen und befestigen. Die Rankgitter sollten schräg gestellt werden, damit die Früchte nach unten hängen. Reihenabstand von 100 cm sind dann ausreichend. Männliche Blüten immer entfernen: Wenn nur weiblich blühende Gewächshausgurken mit Normalsorten zusammen gezogen werden, kann der Pollen einer einzigen männlichen Blüte die Früchte der nur weiblich blühenden Pflanze bitter machen und verdrehen.

Gewächshauskultur: Wie schon erwähnt, nur weiblich blühende Gurken nicht zusammen mit Normalsorten anbauen. Um die Welkekrankheit bei Treibhausgurken zu verhindern, empfiehlt es sich, die Gurken auf dem Feigenblattkürbis zu veredeln, siehe Veredlungsunterlagen für Gemüse. Einlegegurken alle 3 Tage ernten, Salatgurken 1 - 2 x die Woche, Schälgurken erst bei Reife. Der Samen von Gurken bleibt viele Jahre keimfähig. Salatgurken sollten nur im Frühbeet oder Gewächshaus gezogen werden. Schnurgurken sollten nicht schwerer als 400 - 500 g werden. Ggf. die Früchte durch Netze, die mit Schnüren am Gestänge befestigt werden, absichern, damit sie nicht ganze Triebe durch ihr Gewicht herunterziehen. Bodenkontakt durch Styropor-Unterlagen vermeiden.

Mistpackung und Deckerde von 25 cm Höhe. Aussaat je 1 Korn in halbvolle Töpfe, diese werden später aufgefüllt bis zu den Keimblättern, so dass noch neue Wurzeln entstehen können. Je Fenster eine Pflanze setzen etwa Mitte 4. Nachts mit Noppenfolie abdecken, die Temperatur sollte nicht unter 15° absinken. Bei Verwendung von Schnüren die Triebe immer um die Schnur wickeln. Vorteilhaft ist auch hier ein kleiner Wall von 20 cm Höhe. Fruchtansätze und Blätter am Haupttrieb der Salatgurken unter Glas müssen immer abgeschnitten werden bis etwa in einer Höhe von 50 - 60 cm, sonst leidet die Qualität. Darüber am Haupttrieb nur höchstens 6 Fruchtansätze belassen. Er wird bis zum Dach und dann waagerecht weitergeleitet, bis er etwa 50 cm lang ist, dann kürzen. Die Seitentriebe am Haupttrieb ebenfalls nach Blüte und Blatt kürzen, höchstens 6 Fruchtansätze belassen. Ab der 5. Pflanzwoche wöchentlich düngen mit Blutmehl, Brennesseljauche, Guano. Ausreichend lüften, stickstoffarm düngen. Hohe Luftfeuchtigkeit ist erforderlich, man kann den Boden mulchen oder feucht halten, ggf. auch die Wege, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. -  Für Gewächshäuser nur ausgewiesene Sorten verwenden.

Falls ein Hochbeet vorhanden ist, die Salatgurken auf der Südseite anbauen, im Stängelbereich mit Kompost bedecken.

Einlegegurken schnell verarbeiten, nicht abwaschen nach der Ernte, sie verfaulen sonst. Schälgurken ernten, sobald die Schale gelb wird. Sofort verarbeiten. Salatgurken halten sich 1 Woche im Gemüsefach. Die Lagertemperatur darf aber nicht unter 10° sein. Oder Gurken in einen dunklen Keller mit der Stielseite in Wasser stellen, 2/3 der Gurken müssen mit Wasser bedeckt sein. Roh einfrieren, als Schnitzel oder ganz.

Folgende Gemüsesamen sind tolerant und resistent:

Amber (Erfurter, TOM-Garten), Traubengurke im Freiland und im Gewächshaus.
Arola (Bingenheim), überzeugt durch ihre Bio-Wüchsigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge. Ein echtes Gurken-Geschmackserlebnis! Sie trägt männliche und weibliche Blüten und bildet Samen aus. Man sollte sie wegen ihres nussigen Geschmacks recht früh ernten, wenn ihre Samen noch klein sind. Moderne Hybrid-Gurken (F1) bilden keine Samen. Die Züchter haben ihnen die fruchtlosen, männlichen Blüten längst abgewöhnt.
Bella F 1 (Sperli), eine sehr ertragreiche, robuste, bitterfreie, reinweiblich blühende Schlangengurke. Jede Blüte bringt eine Frucht. Bella F 1hat eine hohe Standardresistenz gegen Gurkenkrätze und Blattrand und ist echt gegen den echten Mehltau.
Bimbostar F 1 (Sperli, TOM-Garten), Einlegegurke soll bitterfrei, virus- und krätzeresistent sowie resistent gegen den Echten Mehltau und tolerant gegen den Falschen Mehltau sein. Eine der besten und modernsten Einlegegurken. Frühe, bitterfreie, jungfernfrüchtige Züchtung. Jede Blüte bedeutet eine Frucht. Bimbostar F 1 ist resistent gegen Gurkenkrätze sowie hochtolerant gegen Falschen und Echten Mehltau.
Claudine F 1 (Pötschke). Einlegurke, Verbesserung der bewährten Colet. Bringt selbst bei schlechter Witterung erstaunliche Erträge zustande. Eine sichere Ernte dank überwiegend weiblicher Blütenbildung und der Resistenz gegen Mehltau. Bitterfrei.
Clementime F 1 (Pötschke) Die Einmachgurken werden nach 45 Tagen annähernd reif. Vor dem Urlaub pflanzen, nach dem Urlaub alle ernten. Bisher mußten Einlegegurken ständig geerntet werden, um die richtige Größe zu erreichen. Die Zeit des Einmachens hat sich deshalb lange hingezogen. Mit Clementine wird alles anders. Ihre leuchtend grünen Früchte werden nach 45 Tagen fast gleichzeitig reif. Sie brauchen nur einmal ernten und nur einmal einmachen. Es erscheinen bis zu 50 bitterfreie Früchte an einer Pflanze. Diese entstehen durch Selbstbefruchtung, sind leicht warzig, äußerst kackig und können frühzeitig gerntet und auch als Cornichons verarbeitet werden. Resistenzen gegen Echten Mehltau, Gurkenkrätze sowie Gurkenmosaikvirus.
Darina (Kiepenkerl), bitterfreie Salatgurke, Länge von 25 cm.
Diamant F 1 (Kiepenkerl, Pötschke), ertragreiche und kernlose Einlegegurke. Gesund und mehltaufrei bis zum Herbst. Diamant ist eine knackige, glatte, dunkelgrüne Einlegegurke, die auf Grund ihrer kompletten Mehltauresistenz ergiebige Ernten liefert. Neue, rein weiblich blühende Freiland-Spitzensorte.
Dominica F 1 (TOM-Garten), veredelt. Sehr ertragsstark, vital und widerstandsfähig gegen Krankheiten. Bildet besonders lange Früchte und ist resistent gegen Echten Mehltau. Die Veredelung bietet sicheren Schutz gegen bodenbürtige Krankheiten.
Euphia F 1 (Pötschke) eine rein weibliche F 1-Hybride, von Natur aus tolerante Sorte, robust gegen Echten Mehltau und mit sehr hoher Ertragsleistung. Für Freiland und Gewächshaus.
Excelsior F 1 (Sperli), Verbesserung der bekannten Sorte Cubella. Eine ausgezeichnete, bitterfreie Neuzüchtung, überwiegend weiblich blühende Einlegegurke mit hohem Früh- und Gesamtertrag. Eine ausgezeichnete, bitterfreie Neuzüchtung. Überwiegend weiblich blühende Einlegegurke mit hohem Früh- und Gesamtertrag.
Fitness F 1 (Pötschke), rein weiblich blühend. Schnell und sicher: Gewächshausgurke. Fit im Wachstum, fit im Ertrag, fit in der Fruchtqualität - die dunkelgrünen, ca. 35 - 40 cm lang werdenden Früchte dieser gesunden Spitzensorte überzeugen in allen Belangen. Nachfolger von Picador. Veredelt.
Flamingo F 1 (Sperli), ertragreich, bitterfrei und jungfernfrüchtig. Schlangengurken bis 35 cm. Flamingo ist resistent gegen Gurkenkrätze sowie bakterielle Blattfleckenkrankheit und hochtolerant gegen den gefürchteten Echten Mehltau.
Futura F 1 (Sperli), bitterfreie, reinweibliche Gewächshausgurke mit Höchsterträgen. Die Früchte setzen früh und sicher an. Sie bleibt lange gesund und somit leistungsfähig. Futura, F 1 ist tolerant gegen den Echten Mehltau. Schlangengurken. (Pötschke), der Renner aus Amerika, eine preisgekrönte Salatgurke. (All America Selections Winner).                
La Diva F 1, (Pötschke). Renner bei den amerikanischen Hobbygärtnern. Sie ist süß und völlig bitterfrei. Die 12 - 13 langen Früchte sind kernlos und erscheinen auch ohne Befruchtung an der reinweiblichen Seite. Sie ist widerstandsfähig gegen Echten und Falschen Mehltau. Für Freiland und Gewächshaus. Veredelt.
Lothar F 1 (Sperli), besonders geeignet für den Anbau im Gewächshaus, Frühbeetkasten und sogar im Freilandbeet. Die Früchte werden ca. 20 cm lang, sind kernlos und dunkelgrün. Lothar F1 ist tolerant gegen den Falschen Mehltau und den Echten Mehltau.
Loustik F 1, (Pötschke), Schlangengurke mit höchstem Ertrag. In Versuchen wurde bestätigt, daß diese parthenokarpe Gewächshausgurke den höchsten Ertrag und die höchste Anzahl Früchte dieses Gurkentyps hervorbringt. Zudem sind diese sehr gut lagerfähig. Die Gurken sind knackig, dünnschalig, mild, ca. 40 mm lang und 400 - 600 g schwer. Viele Resistenzen gegen Gurkenmosaikvirus, Gurkenkrätze, Echten Mehltau und in gewissem Umfang Falscher Mehltau.
Marketmore 76, (TOM-Garten). Salatgurke mit schöner, dunkelgrüner Farbe und festem Fleisch. Frei von Bitterstoffen.
Mepram F 1 (TOM-Garten), Hybride, Traubengurke zum Einlegen.
Ministar F 1 (A&S, Kiepenkerl, TOM-Garten), veredelt. Snack-Minigurke in bester Qualität. Sie hat nur 10 cm lange Früchte, sie sind aber sehr knackig und zart. Buschig überhängender Wuchs, daher gut geeignet für größere Gefäße und Ampeln. Robust gegen wichtige Gurkenkrankheiten wie z.B. gegen Echten Mehltau. Auch bei Regenwetter leidet die Qualität nicht.
Nelly F 1 (TOM-Garten), für Freiland, Frühbeete und Gewächshäuser. Schlangengurken bis 33 cm.
Paska F 1 (Sperli) , bringt 25 cm lange, glänzend dunkelgrüne und schlanke Früchte. Auf Grund der reinweiblichen Blüte (jede Blüte eine Frucht) sehr ertragreich. Ideal für die Kultur in Kästen, unter Folie oder im Freiland mit vorkultivierten Pflanzen. Paska F 1 hat eine hohe Standardresistenz gegen den echten Mehltau und ist tolerant gegen den Falschen Mehltau und Gurkenmosaik.
Printo (Kiepenkerl, TOM-Garten), früheste kältetoleranteste Trendsorte. Die Früchte sind 15 - 17 cm lang, glatt und dunkelgrün. Bei 3 cm Durchmesser ist die optimale Erntereife erreicht. Auch für die Kultur im Kübeln auf der Terrasse geeignet. Minischlangengurke. Veredelt.
Qualitas (Bingenheimer Saatgut), Kastengurke. Starkwüchsige, ertragreiche Sorte mit früher und reicher Seitentriebbildung.
Rawa F 1, (Pötschke), kurze Früchte in großer Zahl. Ideale Schlangengurke. Mit ca. 18 cm langen, 5 cm dicken Früchten - also die ideale Schlangengurke für den Single-Haushalt. Frühe Erträge und gute Resistenz gegen den Echten Mehltau. Rein weibliche Gewächshausgurke.
Saladin F 1 (TOM-Garten), bewährte und in der Pflege anspruchsvolle bitterfreie Hausgurke mit exzellenten, leicht gerieften Früchten, die bis zu 36 cm lang werden. Saladin F 1 ist resistent gegen die Gurkenkrätze und bakterielle Blattfleckenkrankheit.
Silor F 1 (Quedlinburger, Sperli), diese neue, uniforme, 15 - 16 cm lange Mini-Gurke ist ein erfrischender, gesunder Snack und ideal für Schulkinder, als Imbiss im Büro oder beim Grillen. Silor F 1 ist resistent gegen Echten Mehltau, Gurkenkrätze und Gurkenmosaikvirus. 
Sprint hybrid (Pötschke) Freiland-Salatgurke mit langer Erntezeit und Riesenerträge in gleichbleibender Qualität. Mit Naturextrakten behandeltes Korn. Eine mehltauresistente und weitgehend bitterfreie vorwiegend weibliche Spitzensorte.
Stimora Mix (Kiepenkerl). Robuste, ertragreiche Traubengurke zum Einlegen. Viele dunkelgrüne zylindrische Früchte.
Sudica F 1 (Pötschke, TOM-Garten). Sie braucht relativ wenig Wärme und den Sommer über keine Heizung. Gewächshaus-Schlangengurke Sudica F 1 bringt lange, kernlose Früchte. Eine rein weibliche bitterfreie Sorte, die resistent gegen Gurkenkrätze und gegen den Echten Mehltau ist. Die dunkelgrünen, ca. 30 - 35 cm langen Früchte sind von makelloser Form. Frühbeet.
Tanja (Kiepenkerl, Pötschke, Sperli, TOM-Garten), ideale Salat-Gurke für das Freiland und Kasten. Frei von Bitterstoffen. Die Frucht ist ca. 35 cm lang und dunkelgrün. Biologisches Saatgut. Sonne, Halbschatten.

Salizylsäure soll die Fruchtbarkeit und das Wachstum der Gurken durch Einwirkung auf die dicken Wurzeln verstärken (Forschungsinstitut TNO in den Niederlanden). Gurken enthalten Vitamin A,B1,B2, C, E, Kieselsäure, Phenolsäuren.- Mit Senf sind Gurken bekömmlicher.

Der Verbrauch an Salatgurken lag 2003 lt. Lebensmittelfachverband Saar bei 7.36 kg/Person. 2004 betrug der Einkauf je Privathaushalt 7,5 kg.

Schadbild Vorbeugung Bekämpfung
Bitterer Geschmack
besonders in Stielnähe. Die Bittere von Freilandgurken kann mehrere Ursachen haben: Wassermangel, Gießen mit kaltem Wasser, zu kalte Nächte bei sehr warmen Tagen, verschiedene Lichtverhältnisse. Bitterfreie Sorten aussäen wie Accordia (Rijk Zwaan), Sperlings Mervita, Sprint (Wagner), Tanja (Kiepenkerl). Nur weiblich blühende Gurken nicht mit anderen Sorten zusammenpflanzen, die männliche und weibliche Blüten ausbilden.  
Blattfleckenkrankheit
Pseudomonas lachrymans. Bakterienbefall. Übertragung über Samen und Boden auf Gurken, Kürbisse, Melonen und Zucchini.- An Blättern eckige, bräunliche, wässrige Flecke. Unterseite Schleimbildung. Flecken verdorren und fallen aus, es entstehen überall Löcher. Später Übertragung auf die Früchte. Junge Gurken schrumpfen, ältere haben erst grüne, dann braune Flecken, aber rund. Siehe 'Blattfleckenkrankheiten'. Kulturabstand von drei Jahren beachten. Samen beizen mit Knoblauch oder mit Warmwasser. Salatgurken Flamingo F 1 (Ahrens & Sieberz, Sperli) und Saladin (Sperli) sind resistent, ebenso Schlangengurken Sudica F 1(Kiepenkerl). Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) ist umfassend resistent. Befallenes vernichten. Kupfermittel spritzen, mehrmals, bringt allenfalls Stillstand. Nach Jahren erst wieder Gurkenbepflanzung möglich
Blattränder gelb
    Molybdänmangel. Präparate mit Spurenelementen einsetzen
Bohnenfliegen/Wurzelfliegen

Delia platura syn. Delia liturata. Hylemya platura. Befällt auch Erbsen, Kartoffeln, Mais, Salat, Spargel, Spinat,Tomaten, Zucchini, Zwiebeln und anderes Gemüse, besonders bei kalter Witterung. Dagegen ist trockene Hitze für die Entwicklung des Schädlings hinderlich. Keimblätter werden von Larven im Boden gefressen, auch die Triebspitze wird befallen, so daß das Wachstum verlangsamt wird; teilweise fressen sie in den Stängeln. Puppe überwintert im Boden. Eiablage an die Keimlinge. 3 Generationen je Jahr können auftreten, die erste zwischen 3 - 5. - Fliege sieht der Stubenfliege ähnlich.Siehe 'Bohnen - Bohnenfliegen'

   
Brennfleckenkrankheit
Auf allen Pflanzenteilen sind runde oder längliche Flecken zu sehen. Sie sind graubraun und eingesunken. Feuchte und kühle Witterung begünstigt diese Pilzkrankheit.- Erbsen und Buschbohnen können auch befallen werden Sortenwahl. Weite Pflanzabstände. Fruchtfolge beachten. vernichten.
Echter Mehltau

Erysiphe cichoracearum. Sphaerotheca fuliginea.Ober-, manchmal auch Unterseiten der Blätter haben Flecken, dann ist die ganze Blattfläche mehlartig belegt. Blätter verbräunen und vertrocknen, fallen ab. Blüten, Früchte und Stängel können auch befallen werden, ebenso Kürbis und Melone. Vor allem bei warmem, trockenem Wetter. Überwinterung als Myzel und Sporen an Gurkenresten und Unkraut. Widerstandsfähig ist die Sorte Sudica. - Siehe auch 'Mehltau, echter'.

Boden mit Kompost anreichern vor dem Auspflanzen. Basilikum und Schnittlauch wehren ab. Pflanzabstand einhalten, stickstoffarm düngen. Schachtelhalmbrühe ist wenig wirksam. Resistente Sorten verwenden:

Salatgurken: Adrian (Sperli), Bella + Bellissima (Hild), Cordoba F 1, Futura F1, Hayat F 1. Flamingo F 1 (hochtolerant: Ahrens & Sieberz, Sperli), Highmark II (Baldur, Pötschke), Paska (Hild), Sprint (resistent, Pötschke), Schlangengurke Sudica (Kiepenkerl), und Tanja (Baldur) sind tolerant, Rawa + Sudica (Schlangengurke, Pötschke) von guter Resistenz.

Schälgurke: Klaro (Ahrens & Sieberz).

Einlegegurken: Anka F 1 (Bakker), auch gegen Viruskrankheit), Bimbostar (Ahrens & Sieberz, Pötschke, Sperli), Capra (Hild), Colet (Pötschke), Conny (Baldur), Cubella F 1(Ahrens & Sieberz, Sperli), Naf (Pötschke), Passandra (Baldur), Profi + Serena (Hild), Stimora (Hild, Keller, Pötschke), Tomara F 1; Libelle F 1 (N&G, Ahrens & Sieberz) ist tolerant.

Schlangengurke: Corona (verträgt auch etwas niedrigere Temperaturen), Euphya (Gew.-Hausgurke, Pötschke), Hayat (Gw.-Haus-Gurke, Sperli), Kalunga F1 (Baldur) und Sudica (Schlangengurke, Green & Easy, Pötschke).

 Mini-Aroma-Gurke Printo F 1 (Kiepenkerl) ist resistent.

Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) sind umfassend resistent.

Boden lockern, Abstände einhalten. Gesteinsmehl. Brennesseljauche. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Mit Knoblauchtee spritzen. Basilikum in Mischkultur. Sachalin-Staudenknöterich. Milchspritzungen. Sojaöl-Spritzungen. Neudovital. Bio-Blattmehltaumittel (Lecithin) alle Woche. ENVIRepel. Vitanal. Oscorna-Bio-S. Elot-Vis. Mulchen.

Netzschwefel, aber nicht bei sonnigem Wetter. Milchspritzungen. BioBlatt-Mehltaumittel. Niem + Natron. Sojaölspritzungen. Befallenes Kraut vernichten. Befall nach Mi 7: Nur befallene Pflanzen vernichten, da Vegetationszeit zuende. Moosextrakt. Pechnelkenextrakt. Lebermooser. Mischung aus Basilikum und Schachtelhalm sprühen. Milchwasser (2 l/10 l).
Einbrennen
Triebspitze bei Gewächshausgurken stirbt ab, die oberen Blätter rollen sich ein. Ursache ist eine Störung der Wasserversorgung, bedingt durch übermäßige Düngung oder zu warme und trockene Luft. Schneller Witterungswechsel von kühl zu warm kann ebenfalls das Einbrennen hervorrufen. Immer lüften bei Sonnenschein. Regelmäßig und ausreichend düngen und wässern. Triebspitze abschneiden und den nächsten Seitentrieb als Ersatz nach oben binden.
Falscher Mehltau
Pseudoperonospora cubensis. falscher Mehltau auf GurkeAuf Blattoberseite erst gelbe, dann braune, eckige Flecken, oft begrenzt von Blattadern. Unterseite Pilzbelag weiß-braun, rötlich-braun, flockenförmig. Blätter faulen. Bei lang anhaltender Feuchtigkeit wird Befall begünstigt. Beginn des Befalls meist im Spätsommer. In wenigen Tagen kann die Pflanze eingehen. Siehe 'Mehltau, falscher'. Keine stickstoffreiche Düngung. Auf ausreichenden Pflanzabstand achten. Schachtelhalmbrühe mit 1% Wasserglas spritzen. ENVIRepel. Vitanal. Myco-Sin. Elot-Vis. Jungpflanzen mit Brennesseljauche stärken. Einlegegurke Bimbostar (Pötschke) und Cubella F 1(Sperli) sind tolerant, Conny (Baldur) ist resistent. Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) ist umfassend resistent. - Im Gewächshaus lüften, so oft es möglich ist. Ggf. durch Heizung den Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht verringern. Pflanzenreste sorgfältig vernichten.
Fruchtansätze
werden abgestoßen, sind gelb oder faulen. Meistens im Gewächshaus. Von vornherein nur 4 - 6 Fruchtansätze am Stamm belassen, um die Pflanze nicht zu überfordern. Grauschimmelbefall der Fruchtansätze: Siehe unter Grauschimmel. Nährstoffmangel bzw. -überdüngung vermeiden. Mulchen, lüften, wann immer möglich. Pflanzenstärkungsmittel einsetzen wie Algan, Neudovital, Schachtelhalm, Niem.
GELBE BLÄTTER
Nasser Boden oder Nährstoffmangel, Magnesiummangel. Im Hochsommer werden die Blätter gelb, nur die Blattadern bleiben grün. Besonders Gewächshausgurken sind betroffen. Magnesium wird durch ungünstige Bodenverhältnisse (vor allem Kali-Überschuiss) festgelegt. Pflanzen auf kleine Erdwälle setzen, damit die Wurzeln nicht faulen. Sofort mit Brennessel-/Beinwelljauche düngen, anschliessend vorsichtig mit Kompost. Boden vor Auspflanzung auflockern mit Sand, grobem Material und Kompost. Algenkalk oder Steinmehl einarbeiten, jedoch auf richtigen pH-Wert achten. Wochentliche Blattdüngung mit Bittersalz oder Kieserit 0,5%.
Grauschimmel
ist ein "Schwächeparasit". Grauer Schimmelbelag. Das Gewebe welkt und stirbt dadurch ab, fault. Rotbraune Flecken auf Früchten und Blättern.- Siehe auch 'Grauschimmel'. Lockerer Boden, ausreichend Wasser, weite Pflanzabstände. Düngung mit Gesteinsmehl. Knoblauch zwischen die Pflanzen setzen. Schachtelhalm- und Brennesseljauche spritzen. ENVIRepel. VITANAL. Keine stickstoffbetonte Düngung, keine Überdüngung.- Regelmäßig lüften, die Luftfeuchtigkeit darf nicht zu hoch werden. Niem. Befallenes Kraut vernichten
Grüne Pfirsichblattlaus
Myzus persicae. Grünliche Insekten ohne Flügel, ca. 3 mm lang. Im Frühling und Sommer entwickeln sich auch geflügelte Weibchen, die für Weiterverbreitung sorgen, z.B. durch Wind. Überwinterung als Ei. Benutzt mehrere hundert Pflanzen als Sommerwirt, z.B. Kartoffeln, Kohl, Paprika, Salat; Zierpflanzen und andere Obstbäume wie Mirabellen und Pflaumen. Sehr oft auch an Zimmerpflanzen anzutreffen. Die Blätter kräuseln sich, werden blasser und fallen schließlich ab. Junge Triebe wachsen nur noch langsam.- Diese Laus gilt als besonders schädlich und sie ist resistent gegen Gifte aller Art. Siehe  'Pfirsiche' und 'Blatt-/Blut-/Wollläuse'.     
Krätze
Kleine oder größere Flecken, eingesunken, schorfig. Samtähnlicher, grün-schwarzer Flaum oder gummiartige Ausscheidung. Früchte verkrüppeln, bleiben klein. Der Pilz lebt auf abgestorbenen Gurkenteilen, er überwintert auch dort. Einlegegurke Bimbostar (Pötschke), Capra (Hild), Conny F1 (Baldur), Cubella F 1 (Sperli), Libelle F 1 (Sperli), Serena (Hild), und Stimora (hochtolerant, Pötschke), Stix (Maubaux) sind resistent, ebenso Gewächshausgurken Flamingo F 1(Sperli) und Hayat F 1, Salatgurke Flamingo + Paska (Hild), Saladin (Sperli), Early Set (Baumaux), Schlangengurke Sudica (Kiepenkerl, Pötschke). Mini-Aromagurke Printo F1 ist resistent. Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) ist umfassend resistent. vernichten.
Kraut- und Braunfäule
befällt auch Tomaten und Peperoni.- siehe Tomaten. ENVIRepel.  
Kurze Triebe, viele Blüten
Stickstoffmangel   Brennesseljauche. Nitralit. Siehe "Nährstoffmangel/-überschuß"
Mosaikvirus
Helle gelbe oder dunkle Flecken ähnlich einem Mosaik. Oft Beulen oder Kräuselungen im Blatt. Entwicklung verzögert, Blätter sind unregelmäßig und krümmen sich oft nach unten. Oder sie sterben ab.- Virusmosaikkrankheiten treten auch auf bei Bohnen, Kartoffeln und Tomaten.Siehe Viruskrankheiten. Virusgetestetes Saatgut verwenden. Nicht nach Kartoffeln anpflanzen, sie können das Virus übertragen. Blattläuse abwehren, sie übertragen das Virus. Einlegegurke Anka (Bakker), Bimbostar (Pötschke) und Conny (Baldur) sind resistent, Libelle + Stimora (Sperli) hochtolerant; Hokus (Bakker) ist unempfindlich gegen Mosaikvirus und Fruchtfäule. Salatgurken Birgit F 1(Bakker, gegen Virus behandelt) und Bush Champion (Ahrens & Sieberz) sind ziemlich resistent, Schlangengurke Sudica (Kiepenkerl) ist resistent, Cubella F 1(Ahrens & Sieberz) ist tolerant gegen Virus, Adrian (Sperli) ist tolerant gegen Virus. Mini-Aroma-Gurke Printo F 1 (Kiepenkerl) ist resistent. Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) ist umfassend resistent. Magermilchspritzungen helfen nur begrenzt. Pflanzen vernichten, Werkzeuge ggf. desinfizieren.
Nematoden
(Wurzelgallenälchen). Kleine Knöllchen an den Wurzeln. Geringes Wachstum. Siehe auch 'Nematoden'. Mischkultur. Zeitabstand von 3 - 4 Jahren einhalten. Kamille, Ringelblume,Tagetes aussäen. Nicht nach Möhren anpflanzen. Veredelung auf resistente Kürbisunterlage ist vor allem für Gewächshäuser empfehlenswert. Siehe 'Welkekrankheit'. Niemsamen einarbeiten.
Sclerotiniafäule
Früchte und Blätter werden überzogen von einem weissen, watteartigen Rasen, in dem die schwarzen Dauerkörper gebildet werden. Danach faulen sie. Siehe 'Sclerotinia-Fäule'. Keine stickstoffbetonte Düngung. Fruchtwechsel. Steinmehl ausbringen, Kräftigungsmittel spritzen. Contans WG. Contans WG.
Spinnmilbe
Blattoberseite weißlich-gelbe, runde Flecken. Blattunterseite kleine weiße, dann graubraune Flecken mit den Tieren. Das Blatt wird gelb, nur entlang der Blattadern bleibt es grün, später wird es braun und fällt ab. Weiße Gespinste an Blattunterseite. Schon die Keimblätter können befallen sein, zeigen Flecken und Schleim. Überwinterung als Winterweibchen unter Laub, Gras usw. 80 Eier pro Weibchen. 6 - 8 Generationen. - Befallen werden Bohnen, Erbsen, Hopfen, Kartoffeln, Obstgehölze und Zierpflanzen.- Siehe auch 'Milben'. Gesundes Saatgut verwenden, mit Knoblauchsaft beizen. Raubmilben und Raubwanzen fördern. Keine triebige Düngung (Stickstoff). ENVIRepel. Mulchen. Regelmäßig wässern Spruzit. Neudosan. Niem. Im Gewächshaus Raubmilben Phytoseiulus persimilis, oder Neudosan, 2 x wiederholen im Abstand von 5 - 7 Tagen. Naturen.
Thripse
Silberweiße Flecken, die ineinander überlaufen. Blattunterseite schmierig durch das Saugen der Insekten und der Larven. Thripse sind 1-2 mm lang, Farben gelb bis schwarz, Larven sind hell. Mehrere Generationen. Insekten überwintern auf Pflanzenresten.- Siehe auch 'Thripse'. Jungpflanzen vor dem Setzen mit Heißwasser behandeln. Natürliche Feinde fördern: Marienkäfer, Raubmilben, Raubwanzen, Spinnen, Florfliegen. Schutzpflanzen sind: Ysop, Bohnenkraut, Weinraute. ENVIRepel. Befallenes abschneiden und vernichten. Blattunterseiten mit Kaltwasserstrahl abspritzen. Schmierseifenbrühe, Knoblauchtee, Spruzit, Niem.
Umfallkrankheit
Junge Triebe werden schwarz und verengt, die Triebspitze fällt um. Siehe Kohl, Umfallkrankheit    
Weisse Fliege
2 mm grosse, geflügelte Insekten, bedeckt mit weissem Wachspuder auf den Blattunterseiten. Schwarze Russtaupilze. Siehe Kohl, Weisse Fliegen. Tagetes. ENVIRepel. Naturen.
Welkekrankheit
führt zum Absterben der Pflanzen. Tritt fast immer in Gewächshäusern auf. Kann auch Folge von zu tiefen Temperaturen sein, wenn sie mehrmals auftreten. Außerdem kann Bodenverdichtung, Sauerstoffmangel der Wurzeln, zu hoher Salzgehalt des Bodens, Staunässe, Wassermangel zur Welke führen. Die häufigste Ursache dürfte Pilzbefall, z.B. Fusarium, sein. In den Wurzelbereich gröberes Material einarbeiten, damit genügend Sauerstoff an die Wurzeln kommen kann. Nicht nach Kartoffeln anpflanzen, sie können den Pilz übertragen. Trauben/Einlegegurke Amber F 1 (Kiepenkerl) ist umfassend resistent. Zur Verhütung bei Treibgurken Veredelung auf Feigenblattkürbis Cucurbita ficifolia.Siehe dazu Handelsprodukte - Veredlungsunterlagen für Gemüse. Erst in einem Töpfchen Gurkensamen, dann einige Tage später Kürbissamen aussäen. Nach 2 - 3 Wochen (bei beiden Pflanzen muß sich ein Laubblatt zeigen) mit Rasierklinge einen gleich langen Zungenschnitt auf gleicher Höhe bis zur Triebmitte ausführen, bei der Gurke 2 cm unter den Keimblättern schräg von unten nach oben, etwa 10 mm lang, bei dem Kürbis von oben nach unten in gleicher Weise. Beide Gegenzungen ineinander schieben und mit Klebestreifen, Bleifolie oder Wollfaden umwickeln. Die Schnittflächen ganz abdecken. Ein durchlöcherter Folienbeutel sorgt für die richtige Luftfeuchte und fördert den Anwachsprozeß. Mindesttemperatur bei der Veredelung 24°, danach einige Tage schattieren. Nach 2 - 3 Wochen Gurkenwurzeln und die Triebspitze des Kürbis abtrennen, alles in unmittelbarer Nähe der Veredelung. Diese Veredlungen sind etwas weniger empfindlich gegenüber niedrigen Temperaturen. - Dauer der Pflanzenanzucht insgesamt 6 Wochen.  
Zikaden

Gewächshausgurken sind betroffen. Die Blattränder werden gelblich, die Blätter rollen sich zusammen, das Blattgewebe vertrocknet. Auch die Früchte sind missgestaltet. Siehe 'Zikaden'.