Schnellsuche im Bio-Gärtner:
Suche im Bio-Gärtner
Suche im Web:
Suche im Web
Fenchel

Fenchel (bot. Foeniculum vulgare)


Foeniculum vulgare, KnollenfenchelFoeniculum vulgare. Knollenfenchel. Doldenblütler.

Siehe auch den Einführungstext für das Kapitel  Gemüse, Salate_allgemein und die nachfolgenden Artikel.

Sonnig, warm. Boden locker und feucht, humos. Starkzehrer. Horn- und Knochenmehl, verrotteter Mist, Kompost. Humofix-Saatbad. Aussaat ab Ende Mai je nach Sorte, neuere Sorten schon ab Anfang 4 in warmen Lagen, abdecken mit Vlies oder Folie. Frühe Sorten schießen aber leicht bei Kälteeinwirkung, deshalb neuere Sorten verwenden wie Argo, Atos, Cantino, Match, Perfection, Selma, Zefa Fino usw. Am besten zwischen 15.6. - 5.7. aussäen (aber nicht nach dem 10.7.), um Schosserbildung zu vermeiden, oder Vorzucht im Gewächshaus ab Anfang 3. Frühe Sorten (Sperlings Cantino, Zefa Fino) können auch ab 5, Atos und Selma von 3 - 7 gesät werden. Sie schießen nicht mehr. Die Belastung durch Nitrat ist dann wegen der früheren Ernte geringer.

Keimtemperatur mindestens 20°, danach 15° ausreichend. Jungpflanzen mit 3 - 4 Blättern wachsen am besten an (Pfahlwurzel!). Auspflanzen mit Folienschutz bis Mitte Mai, nicht zu tief, der Knollenansatz muss über der Erde bleiben. Bei Direktsaat Saattiefe 2 cm, Abstände 20 - 25 cm in der Reihe, sonst 40 cm. Herbstfenchel (Rondo, Rudy) wird ab 6 ausgesät, Ernte 10. Bei Hitze unbedingt wässern, anderenfalls schossen sie. 5 - 6 Wochen nach der Aussaat erstmals düngen.

Vorkultur Blumenkohl, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Kopfsalat und Radies sind günstig. Stets auf ausreichende Wasserversorgung achten, besonders bei Knollenbildung. Wenn die Knollen ca. 3 cm groß sind und an der Basis weiße Knollenansätze ausgebildet haben, anhäufeln. Sie bleichen und gewinnen dadurch an Geschmack und Zartheit, nach Ablauf von 2 Wochen ernten. Zu große Knollen sind nicht mehr zart.

Bei drohendem Frost Knollen mit Stroh, Reisig, Sand, Folientunnel oder Wanderkasten (bespannt mit zweifacher Lage  Vlies oder Noppenfolie) usw. schützen.Foeniculum vulgare, Knollenfenchel Sie können -3° kurzfristig vertragen. Ernte ab 9. Sie können mehrere Wochen im Keller oder Frühbeet lagern, wenn sie aufrecht in feuchte Erde oder feuchten Sand, ohne Laub, eingeschlagen werden. Sie verlieren aber an Qualität. Junge Pflanzen werden von Schnecken gern gefressen.

Mischkultur mit Basilikum, Erbsen, Feld- und Zichoriensalaten, Gurken, Pastinaken, Petersilie, Salbei (verstärkt Aroma), Sellerie und Sonnenblumen. Ungünstig sind Bohnen, Gartenkresse, Kohl/Kohlrabi, Koriander, Kümmel (Kümmerwuchs), Majoran und Tomaten. - Stillstand im Wachstum und zu eng stehende Pflanzen ergeben flache Knollen, Trockenheit fördert das Schossen und wechselnde Feuchtigkeit im Boden führt zum Platzen.

Anbau unter Glas ab Mitte 2 nicht unter 10°, Ernte ab Ende 5 oder Aussaat 8 - 9, Ernte ab 11. Knollen vor Frost ernten, Wurzeln und Blätter entfernen, im Keller lagern oder im Gemüsefach etwa 4 Wochen, eingewickelt in ein feuchtes Tuch. Oder einfrieren: Die kleingeschnittene Knolle blanchieren, etwas Zitronensaft hinzusetzen, damit er weiß bleibt. Das Fenchelgrün kann mitgegessen werden, auch der harte Strunk mit seinem Anisgeschmack, seine Aromastoffe wirken krampflösend.

Knollenfenchel, resistent und tolerant:

Knollenfenchel Finale (Sperli), er ist für Bio-Saatgut gut.

Enthält äther. Öle Anethol und Fenchol, °Betakarotin, Folsäure (!). Vitamin C, E, Kalzium, Carotinoide. °Gemäß Deutschem Krebsinformationsdienst ist dieser Gehalt in den letzten 11 Jahren um 80% gesunken.

Schadbild Vorbeugung Bekämpfung
siehe Möhren/Sellerie
Ist nur wenig anfällig: Falscher Mehltau: Auf der Blattoberseite weißgelbe Flecken, Unterseite weißgrauer Belag. Schnecken. Blattläuse