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Essigbaum

Essigbaum (bot. Rhus)


Rhus. Sumach. Sumachgewächse.

Siehe auch den Einführungstext für das Kapitel Bäume, Sträucher allgemein und die anschließenden Artikel.

Boden trocken oder feucht, sandig, durchlässig, locker, etwas humos. Höhe 100 - 500 cm, sie wachsen schnell und werden auch sehr breit. Alle Arten wuchern stark, deshalb müssen die Ausläufer sofort entfernt werden. Nicht in Teichnähe pflanzen, die Wurzeln durchbohren die Folie, nicht in Wegnähe pflanzen, die Wurzeln heben Pflaster und Platten hoch. Nur wenig düngen. Standort Sonne, Halbschatten. Die geschlitzten oder gefiederten Blätter verfärben sich leuchtend rot im Herbst und fallen ab. Meistens zweihäusig. Sie wirken am besten als Solitär. Vermehrung durch Wurzelausläufer, nach einigen Jahren sollte man die alten Pflanzen durch neu gewonnene ersetzen. Alle Pflanzen sind winterhart. - Kein Pflanzschnitt erforderlich.

Alle Arten und Sorten sind giftig, besonders R. radicans, verniciflua und toxicodendron. Für empfindliche Personen genügt schon das Vorbeigehen für allergische Reaktionen.

Rhus glabra, Scharlachsumach, die weibliche R. glabra hat scharlachrote, behaarte Beeren. Blüte grünlich, 7 - 8, Höhe bis 300 cm.

Laciniata, die Blätter sind stärker geschlitzt.

Rhus typhina, HirschkRhus typhina, Hirschkolbensumacholbensumach, geschlitzter Essigbaum, der weibliche Rhus typhina hat dunkle, karminrote behaarte Fruchtstände, die bis zum Winter hängen bleiben, sie sind rot. Blüte grünlich, 7 - 8, Höhe 400 cm. Lange Fiederblätter mit scharlachorangefarbener Herbstfärbung. Anspruchslos, auch für trockenen Boden geeignet. Er wirkt wie ein hoher Farn. Graben im Wurzelbereich kann zu Wurzelverletzungen führen. Ein Schnitt ist möglich, aber eher verunstaltend.

          Dissecta, Höhe 150 cm, Blüte 6 - 8, Sonne. 
          Wirkt wie ein Farn, für Hausgärten. Graben
          sollte nicht erlaubt sein wegen der Wurzeln.
          Ein Schnitt wirkt unschön. 

          Laciniata, herbstliche Verfärbung der tief
          geschlitzten Blätter scharlachrot. Schwach
          wachsend.   

Rhus typhina Tiger Eyes. Seine ständig wechselnde Laubfärbung ist so variantenreich wie ein Tigerauge. Die Blätter färben sich im Laufe des Gartenjahres von grün-gelb über ein leuchtendes gold-gelb und gelb-orange bis hin zum Feuerrot. Zusätzlich ähnelt die zackige Form der Blätter den Streifen eines Tigerfells. Anders als herkömmliche Essigbäume wächst das Tigerauge eher langsam und bildet weniger Wurzelausläufer. Der erste Essigbaum, der sich für die Gartenbeet-Bepflanzung eignet. Höhe bis 2 m, Sonne, Halbschatten, winterfest.

Diese Pflanzen sind evt. wegen ihrer Pollen für Allergiker nicht geeignet. Auch unmittelbare Nähe kann beeinflussen.

 

Schadbild Vorbeugung Bekämpfung