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(entnommen von www.bio-gaertner.de - dem umfassenden Online-Öko-Nachschlagewerk)
Hibiscus rosa-sinensis, Chinesischer Hibiskus, Malvengewächs, Strauch. 
Dauerblüher mit riesigen Trichterblüten, z.T. gefüllt, z.T. gesprenkelt, in weiß, gelb, rosa, orange oder rot, nahezu ohne Duft, 3 - 10. Sonne. Sie halten etwa 3 Tage, die Pflanze treibt aber immer wieder neue Blüten hervor. Sie selbst kann mehrere Jahre alt werden. Als Kübel- und Topfpflanze bewährt, für Südfenster geeignet, aber nicht für Prallsonne. Die Pflanze wird etwa 90 - 250 cm hoch. Blütezeit: März - Oktober.
Die Erde sollte aus einem nährstoffreichen Gemisch von Ton/Lehm, Sand und Einheitserde bestehen mit Dränage am Boden. Zug und Torf werden nicht gut vertragen. Optimal ist ein Topfwechsel im Zweijahresabstand, Töpfe nicht zu groß auswählen. Nur junge Pflanzen sollten alle Jahre im Frühjahr neue Töpfe bekommen. Ab E 5/6 ins Freie stellen; sonnig, hell, warm, regen- und windgeschützt sollte sein Standort sein, keine Prallsonne. Sollte die Blume trotzdem Regen abbekommen haben, schüttelt man das Wasser aus den Blüten heraus, besonders gilt das für gefüllte Sorten. Er schätzt aber feuchte Luft und eine feuchte Dusche. Bei 16 - 18°, niemals über 20°, Ruhezeit von November bis Januar, bildet er besonders viele Blüten aus, nachts sollte die Temperatur aber abgesenkt werden auf 15°. Durch ständiges Entspitzen wird die Kronenform beibehalten. Ab acht wird die Gießmenge reduziert und die Düngung eingestellt.
Der Topfhibiskus benötigt viel Licht, Wasser (besonders viel im vollsonnigen Fenster, aber Wasserstau führt zu Wurzelfäulnis), auch Luftfeuchtigkeit und viel Dünger, wöchentlich während der Blüte von 4 - 8, außerhalb der Blütenzeit nur alle 14 Tage. Gleichmäßige Temperatur und Luftfeuchtigkeit einhalten, öfters mit Wasser besprühen. Aber niemals die Temperatur unter 15° absenken, sonst reagiert er mit Laubfall.
Im Spätsommer, wenn die Nachttemperaturen unter 8 - 10° sinken, muss er wieder zurück ins Haus. Auch im hellen Treppenhaus fühlt er sich wohl, wenn die Temperaturen bei 15 - 18° bleiben, dabei den Ballen nie austrocknen lassen. Wenn man die Pflanze im Winter austrocknen lässt oder tiefere Temperaturen zulässt, wirft sie die Blätter ab oder die Wurzeln werden geschädigt.
Man kann ihn auch ganzjährig im Zimmer halten bei 16 - 20° mit nächtlicher Absenkung. Eine Ruhezeit von 11 - 1 bei Temperaturen von etwa 16° oder etwas darüber und hellem Standort sollte eingehalten werden. Sonst Überwinterung ab November am besten im Wintergarten mit Wohnzimmertemperaturen 17 - 28°. Bei Temperaturen unter 10° geht er ein. Die natürlichste Überwinterung ist ein heller Standort bei etwa 15°, nicht tiefer, sonst fällt das Laub ab, auch bei zu dunkler Stellung. Nur wenig Wasser geben und keinen Dünger. Dann blüht er im nächsten Jahr umso eifriger. Ab Februar wird er langsam an höhere Wassergaben, nicht aber an höhere Temperaturen gewöhnt, und erhält neue Erde. Ältere Pflanzen brauchen mehrere Jahre. Wurzeln nicht beschädigen. Gleichzeitig wird er geschnitten. Die Umgewöhnung an höhere Temperaturen geschieht in den folgenden Monaten. Oft gießen im Sommer, von 4 - E 9 düngen im Abstand von 8 - 10 Tagen. Der Ballen darf niemals austrocknen, Staunässe wird nicht vertragen. Mindestens alle Monate einmal duschen. Wurzelfäulnis bei Dauernässe. Niemals umsetzen, sobald die Pflanze die ersten Knospen erscheinen lässt.
Rückschnitt und Umtopfen im Herbst nach der Blüte oder im Frühjahr, etwa Anfang Mai, bis auf die Hälfte über einer Knospe, vor allem dann, wenn die Blühfreudigkeit nachlässt oder die Pflanze verkahlt. Ersatzerde durch Ton. Ältere Pflanzen nur alle paar Jahre. Manche Sorten brauchen einen regelmäßigen, aber geringen Schnitt, damit sie buschig bleiben. - Vermehrung 5 durch noch nicht verholzte Stecklinge, 10 - 12 cm, 20 - 22°. Sie werden in ein Torf-Sand-Gemisch gegeben. Die Stecklinge nicht direkter Sonne aussetzen. Die Triebspitzen immer wieder entspitzen, damit sie buschiger werden. - Erziehung auch als Bäumchen, indem man die untersten Triebe entfernt. Vermehrung durch halbreife Stecklinge im Frühsommer. Rückschnitt durch zu lang gewordene Triebe im Frühjahr.
Hell, keine direkte Sonne. Normale Zimmertemperatur 20 - 22°. Viel Wasser, reichlich gießen. Süden. Alle 14 Tage düngen.
Cooperi, sehr wuchsfreudig, Blattwerk grün und weiß gemustert, mit vielen kleinen roten Blüten. Schönes Strauchwerk mit weiß und grün gemusterten Blättern.
Kopper King. Große Blüte, frostfest bis -20°. Blüte rosa/weiß, den ganzen Sommer über. Auch für Kübel.
Rosa Hibiskus, 6 -10, 70 cm.
Hibiskus-Hybride, XXL-Format. Die Blüten werden bis zu 30 cm groß. Schnelles Wachstum, -20° Winterhärte. Blüte 6 - 10, Höhe 150 - 200 cm. Sonne, Halbschatten. In rosa, rot und weiß. (Mauvelous, Red Sky und White Heaven).
Hibiscus grandiflorus, Riesenhibiskus. Denn mit ihren im Durchmesser bis zu 25 cm großen Blüten in Dunkelviolette, gelb, rosa, rot machen diese Stauden-Hibisken ihrem Namen alle Ehre. Zusätzlich schmücken sie sich mit kupferroten, duftenden Blättern. Blüte 8 - 9, Höhe 125 cm, Sonne.
Hibiscus moscheutos, Sumpfeibisch. Gute Pflanze für Beete, Kübel und für den Wintergarten. Große Blüten rosa, rot, weiß, zahlreich, 15 -30 cm. 7 - 10, 80 cm. Im Garten ist Winterschutz erforderlich.
Luna Blush F 1, viel Wärme und gleich mäßig feuchte Erde sind das Wichtigste für die Keimung. Am besten ein Zimmergewächshaus verwenden. Die Blüten werden bis zu 20 cm groß. Sie bilden ständig neue der rosafarbenen Blütenwunder. Riesen-Hibiscus liebt einen sonnigen, geschützten Platz und benötigt leichten Winterschutz. Luna Blush blüht bereits im ersten Jahr. Blüte 7 - 10, Höhe 60 - 80 cm. Sonne, Vorkultur, Topf, Bienen- und Schmetterlingsgewächse.
Hibiscus rosa-sinensis. Chinesischer
Roseneibisch. Zimmerhibiskus. Malvengewächs.
Bild rechts
Immer ist volle Sonne angesagt, aber man sollte die Mittagshitze besser ausfallen lassen. Auch im Winter sollte er bei 15° stehen. Vom März bis August bekommt er wöchentlich eine Flüssigdüngung, er sollte aber weniger Phosphor als Kali enthalten. Auch Eisen ist sehr wichtig.
Die Wurzelfäule ist sehr schlimm, kein Hibiskus erträgt nasse Topferde. Er sollte nicht im Übertopf stehen, damit man kontrollieren kann, ob das Wasser nicht zu lange im Untersetzer stehen darf. Man sollte immer kalkarmes, warmes Wasser nehmen. Ab Ende 5 sollte der Hibiskus einen warmen Platz im Freien bekommen, also über 12°. Er sollte aber in der ersten Woche im Halbschatten stehen. Zum Düngen empfiehlt Herr Gommer wöchentliche Gaben von Bio-Trissol, niedrig dosiert, darauf reagieren sie sehr gut. Man sollter ihn schneiden von Ende Februar bis August. Ein starker Schnitt, der die Seitentriebe kürzt auf 10 cm, führt zu einem schönen Aufbau. Es dauert allerdings dann drei Monate, bis die Pflanzen zu blühen beginnen. Man sollte ihn bei Temperaturen im Hause bei 12° oder besser noch bei 15° aufstellen. Anfängern sollte er die Sorten Jacqeline Koo, Eye of the Storm, Tylene und Herm Geller empfehlen.
Donna Lynn, tief innen rot, dann violett, außen herum gelb.
Enchanted Lady, dunkler Schatten in der Mitte, dann kommt feuriges Rot dazu, dann sind die Blattränder von zartem Gelb.
Eye of the Storm, Gewellte Blüten, blasses Rosa über Flieder zu intensivem Pink.
Icon, Durchmesser ist etwa 25 cm. Farbe innen tiefrot, am Rande wird er gelb.
Wer einen robusten Hibiskus sucht, der nicht von Wachstumsstörungen gepeinigt wird, wendet sich an eine Spezialgärtnerei: Nur ungestauchte Pflanzen bekommen Sie bei folgenden Firmen: Ursula Lengdobler www.hibiscusweb.de, Bettina Ulmer www.blumen-passiflora.de Fuchsiakwekerij Gommer www.kwekerijgommer.com.
Hibiscus schizopetalus, Koralleneibisch, rot. Wöchentlich düngen, Bodenfeuchte gering, aber gleichmäßig. Sonne, Halbschatten, viel Wärme.
Hibiscus syriacus. Malvengewächs. Als Eibisch Ardens hat sie eine schöne Blütenform, deren große Blüten auch bei uns geläufig sind.
Etwas feuchter, durchlässiger, lockerer, gut gedüngter, drainierter und sandig-lehmiger, humoser Boden ist optimal. Sand- und nasse Tonböden sind ungünstig. Die Bodenfeuchte sollte gleich gehalten werden. Laubkompost ist vorteilhaft. Fortwährend mulchen, auch im Winter. Standort sonnig, auch halbschattig, warm, geschützt, z.B. vor einer Südwand oder innerhalb eines Atriums. Sonne oder Halbschatten, Sonne wird aber vorgezogen. Blüten aus offenen Trichtern, Farbe mit den Hybriden blau, rosa, rot, violett, weiß mit rotem Auge, gefüllt oder ungefüllt, groß und klein, 7 - 9/10. Es gibt gefüllte (Ardens) und ungefüllte Sorten in fast allen Farben, die Hawaii-Hybriden sind besonders farbenfreudig. Höhe bis 300 cm, breitwüchsig. Der Austrieb beginnt erst 5. Er blüht nur am jungen Holz. Zur Blütenbildung ist außerdem ein kräftiger Frühjahrsrückschnitt erforderlich, bis auf 10 cm über dem Boden. Wöchentlich düngen. Das Laub fällt im Herbst ab. Schnitt ist nicht erforderlich, außer bei Frosteinwirkung (Austrieb abwarten) oder Verkahlung.
Begleitpflanzen: Bodendeckerrosen, Silberwurz und Lavendel stehen gut zusammen. - Solitärgehölz, ebenfalls geeignet für Steingärten und Terrassen, auch als Halbstamm.
Frosthart, aber in kälteren Gegenden sollte er etwas Kälteschutz genießen, vor allem gilt das für junge Pflanzen: Mit viel trockenem Laub auf dem Boden und Fichtenreisig um den Stamm herum und im Kronenbereich. Oder mit Reisig oder Stroh umwickeln, auch die Wurzeln werden mit Mulch schützen. - Gute Schmetterlings- und Insektenlockpflanze.
Blue Bird, leuchtendblaue Blüten mit rötlicher Mitte, 7 - 10, 150 cm.
Blue Chiffon . Blüten intensiv blau mit dunkelvioletter Mitte, ca. 10 - 12 cm Durchmesser. Halbgefüllt, schön geformt, kaum Ausbildung von Samenkapseln, da nahezu steril. Große Blüten. Sonne, Halbschatten.
Coelestris, blauviolett.
Luna Pink Swirl. Die riesigen Blütenteller von Luna Pink Swirl in weiß-rosa Tönen werden bis zu 20 cm groß. Dabei bilden die Pflanzen den ganzen Sommer über ständig neue Blüten. Dieser Riesen-Hibiscus liebt einen sonnigen, geschützten Platz und benötigt leichten Winterschutz. Er blüht bereits im ersten Jahr. Sonne, Halbschatten.
Luna Red. Die riesigen Blütenteller von 'Luna Red' in rot werden bis zu 20 cm groß. Dabei bilden die buschigen Pflanzen den ganzen Sommer über ständig neue Blüten. Dieser Riesen-Hibiscus liebt einen sonnigen, geschützten Platz und benötigt leichten Winterschutz. Er blüht bereits im ersten Jahr. Sonne, Halbschatten.
Leopoldii, stark gefüllt blühende Pflanzen. Der Sommerblüher hat eine lange Blütezeit und einen platzsparenden, straff aufrechten Wuchs. Blüte 7 - 10, Höhe bis 2,5 m, Sonne, Halbschatten, Bienenpflanze, winterfest.
Monstrosus, Blüte einfach, weiß, mit roter Mitte, großblumig, 7 - 10, 150 cm.
Pinky Spot, der üppige Sommerblüher erreicht eine Höhe von 1,3 - 1,5 Metern. Er ist gut schnittverträglich und blüht von Juni - August. Er ist außen ziemlich rot, im Innern ist er fast weiß.
Red Heart, weiß mit roter Mitte.
Trio-Stamm-Hibiskus. Ein schönes Farbtrio mit drei einfachen Hibiskus: Rot, Violett und Weiß mit rotem Inhalt. Liefergröße 60 cm, Topfgröße. 6 - 9 Blüte, Endgröße 1,5 - 2 m. Sonne, Halbschatten. Winterfest
Woodbridge, Blüte einfach, rubinfarbig, 7 - 10, 130 cm.
Hibiscus trionum, Stundeneibisch. Einjährig.
Standort sonnig und warm. Blüte zartweiß mit dunkelbrauner Mitte und orangenfarbenen Staubgefäßen. Blüte 7 - 9, Höhe 100 cm. Blüten kurzlebig. Reicher Knospenansatz. Aussaat 30 x 40 cm. Vermehrung durch (selbstgewonnenen) Samen.
| Schadbi | Vorbeugung | Bekämpfung |
| Blätter | ||
| Bei Topfhibiskus dicker als normal, dabei Blattrippen verunstaltet. | Einhaltung der Pflegevorschriften. | Zimmertemperatur erhöhen oder wärmeren Platz suchen. |
| Blattfleckenpilz | ||
| verursacht braune, unregelmäßige Blattflecken. | Hinweise bezüglich der Bedürfnisse beachten. Regelmäßig mit Schachtelhalmtee besprühen. | Blätter sofort entfernen und vernichten. |
| Blattläuse | ||
| Befall an Knospen und Triebspitzen. Die Blätter verlieren ihre Glätte, die Triebe verkümmern. Siehe Blatt-, Blut-,Wollläuse. | Keine stickstoffbetonte Düngung. | |
| Blattverdickung | ||
| Blattnerven sind missgebildet. | Notfalls umstellen, um die Temperatur anzuheben | |
| Bronzefleckenvirus | ||
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Virenbefall. Siehe 'Viren, Mykoplasmen' Blätter sind verkrüppelt, es zeigen sich unregelmäßige Flecken. Blattoberseiten luftgefüllte, silbrig-helle Zellen. Unterseite schwarze Kotflecken. Siehe 'Thripse' |
Schadinsekten, vor allem Thripse, sofort bekämpfen. | Befallenes abschneiden und vernichten. Falls der Befall fortschreitet, Pflanze vernichten. |
| Chlorosen | ||
| Blätter werden gelblich-weiß. Siehe 'Chlorosen'. | Nur Dünger mit Spurenelementenzusatz verwenden. Übermäßiges Gießen und kühlen Standort vermeiden. | Falls Eisen- oder Manganmangel ausscheidet, die Pflanzen wärmer und heller stellen. Bei vorherigem zu starkem Gießen Wasserzufuhr beschränken. |
| Gelbe Blätter | ||
| bei Topfblumen: Überdüngung, kalkhaltiges Wasser, kranke Wurzeln, trockener Wurzelballen. | Gleichmäßige Düngung und Wässerung, keine Staunässe, nicht überdüngen, ggf. Wasser entkalken. | Erneuerung der Erde bei Überdüngung, ggf. tot Wurzeln entfernen. Einhaltung der Pflegehinweise. |
| Gelbfleckigkeit | ||
| Runde, gelbliche Flecken auf den Blättern, verursacht durch Viren. Siehe 'Blatt-/Blut-/Wollläuse', 'Thripse', 'Milben' | Schadinsekten wie Blattläuse, Thripse und Milben sofort bekämpfen. | Befallenes abschneiden. Falls Weiterverbreitung nicht zu stoppen, Pflanze vernichten. |
| Knospen- und Blätterfall | ||
| Der Hibiskus braucht gleichmäßige Temperaturen und Luftfeuchtigkeit. Gegen Wind, Zug und Staunässe schützen, Ortswechsel vermeiden. Den Topf nicht drehen, sobald die Pflanze Knospen angesetzt hat. Abwurf auch direkt nach dem Einkauf wegen des Temperaturunterschiedes. Bei trockenem Ballen und Lichtmangel wirft er Blätter und Blüten ab. | ||
| Schadinsekten usw. | ||
| Auf den Blattunterseiten dunkle Schilde, wachsartig. Blätter verkrüppelt, fallen ab. Siehe Schildläuse. Spinnmilben (Blätter eingesponnen, Zellen silbrig-gesprenkelt, später braun), sieheMilben. Auf den Blattoberseiten luftgefüllte, silbrig-helle Zellen, Unterseite schwarze Kotflecken, siehe Thripse . 2 mm große geflügelte Insekten, bedeckt mit weißem Wachspuder, auf der Unterseite, siehe weiße Fliegen. | ||