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Oleander

Oleander (bot. Nerium oleander)


Nerium oleander. Hundsgiftgewächs. KübeNerium oleander, Oleanderlpflanze. Sehr giftig.

Siehe auch den Einführungstext für das Kapitel Bäume, Sträucher allgemein und die anschließenden Artikel.

Er wird bei uns nur 2 - 4 m hoch. Blütezeit Juni-September.

Volle Sonne und luftiger Standort, jedoch viel warmes Wasser und viel Dünger von Mi 5 - A 9, etwa alle 2 - 3 Wochen. Gefüllte Sorten sollten besser regengeschützt aufwachsen. Wöchentlich düngen, gelbe Blätter können Düngermangel anzeigen. Regen oder Wasserduschen vermeiden, vor allem bei den gefüllten Sorten. Die Erde muss der des Naturstandortes ähnlich sein: Sandige Kakteenerde, Blähton, tonhaltige Substrate, Lavagrus, Kalk und Steinmehl zumischen. Das Wasser sollte durchaus hart sein und kann im Untersetzer stehen bleiben. Eine dauerhafte Erdnässe ist aber nicht vorteilhaft. Kalibetonte Düngung, von März bis August sollte wöchentlich zweimal gedüngt werden. Blüht von 7 - 9. Großer Wasserbedarf während des Sommers. Ideal ist ein Balkon- oder Terrassenplatz nach Süd-/Südwest oder das Südfenster.

Es gibt stark- und schwachwüchsige Sorten, Stämmchen und niedrige Sorten für kleine Terrassen. Alte Blätter werden abgeworfen, vor allem nach warmen Nächten. Mi 8 die nicht blühenden Triebe etwas zurückschneiden, alte Triebe ganz am Ansatz abschneiden. Die Blüten werden im Herbst für das folgende Jahr vorgebildet. Schnitt im Frühjahr führt zur besseren Verzweigung.

Überwinterung kühl 5 - 10°, hell oder dunkel, luftig, mäßig, aber regelmäßig, gießen, er darf nicht austrocknen. Im Freien werden Minusgrade von - 8 bis - 10° vertragen. Bei zu warmem Standplatz besteht Gefahr von Schildlaus- und Spinnmilbenbefall. Vor Kondenswasser schützen! Sind sie vorzeitig ausgetrieben wegen zu warmen Standplatzes, sind sie besonders frostempfindlich und können erst etwa E 4 ins Freie kommen. Im Frühjahr nach Bedarf zurückschneiden und in sandige Lehmerde umtopfen. - Die Oleanderbüsche mit anderen Farben als rosa sind weniger robust.

Im Sommer Stecklinge schneiden und in einem Wassergefäss - lichtgeschützt - bis zur Wurzelbildung aufbewahren. Dann in sandige Lehmerde verpflanzen.

Hell, vollsonnig. Viel Wärme 22 -26°. Viel Wasser, reichlich gießen. Süden. Alle 3 Wochen düngen.

Hauptbestanteil: Oleandrin, Desacetyl-Oleandrin, Flavone, Nerin, Genin Oleandrigenin, Rosagenin.

Oleander, gelb. Mit seinen gelblichen Blüten sollte diese Oleandersorte in keiner Oleandersammlung fehlen. Ihre Blüten bleiben auch bei Regenwetter makellos schön. Längere Triebe neigen sich zu den Seiten über.

Oleander, weiß. Weiße Oleander sorgen für Ruhe und Eleganz. Ihr Pluspunkt: Ihre Blüten sind auch in der Dämmerung und im Kerzenschein gut zu sehen. Blüten reich und dauernd. Aurecht-kräftig wachsende Sorte.

Oleander, orange. Unscheinbar, aber besonders in seiner Art. Der orangefarbene Oleander ist eine außergewöhnliche Komposition in Farben. Ein dichter und und kräftiger Wuchs rundet das Gesamtbild dieses Oleanders hervorragend ab.

Oleander, rot. Rote Oleandersorten sind besonders beliebt, da sie mit der Farbe des Südens für Urlaubsstimmung auf jeder Terrasse sorgen. Die Blüten sind sehr groß und wetterfest. Starkwüchsige Sorte.

Thevetia peruviana Tropen-Oleander.  Gelbe duftende Trompetenblüten, fast ganzjährig, ca. 8 cm lang, Höhe 150 - 180 cm. Standort hell, warm über 15°. Bei Temperaturen unter 12° legt er Winterruhe ein und lässt seine Blätter fallen. Erst  im Juni beginnt dann wieder die neue Blüte. Nur für Wintergarten geeignet. Gut düngen von 3 - 9. Nur mäßig gießen. Für sonnige Terrassen im Sommer, für helle Zimmer und Wintergärten ganzjährig.

Die Pflanze ist stark giftig. Vermehrung durch Stecklinge in Glas oder Erde.

Schadbild Vorbeugung Bekämpfung
Blattläuse
Maisgelbe Blattläuse sitzen an den Triebspitzen und saugen. Dabei sondern sie einen Giftstoff ab, der zum Laubfall führen kann. - Siehe 'Blatt-/Blutläuse'. Wöchentlich düngen, Untersatz sollte immer voll Wasser sein. Hartes Wasser ist vorzuziehen.  
Grauschimmel
Grauer Pilzrasen, Gewebe stirbt ab. Rotbraune Flecken auf Blüten. Siehe 'Grauschimmel'.    
Krebs
Pseudomonas Syringae. Der Oleanderkrebs, verursacht durch Bakterien, wuchert an allen oberirdischen Teilen der Pflanze. Die Blätter bekommen braune bis schwarze Flecken mit hellem Rand, die Blütenstände verkrüppeln und werden schwarz. Vor Nässe (Regen) schützen. Triebe bis 15 cm über die Befallstelle hinaus abschneiden und vernichten.
Schildläuse
Aphis nerii. Schildläuse. Auf den Blattunterseiten dunkle, wachsartige Schilde. Blätter verkrüppelt, fallen ab. Siehe 'Schildläuse' und 'Kamelie'. Besonders werden Oleander im (zu warmen) Winterquartier befallen.   Paraffinöl. Ammoniumlösung. Pflanzenöl-Emulsion. Niem. Schädlingsfrei Naturen.
Spinnmilben
Blätter steif, Zellen silbrig gesprenkelt, umsponnen, siehe "Milben".   Niem.
Trockenfäule
entsteht durch einen Schadpilz (Ascochyta) bei empfindlichen Sorten durch Wasser, das in Blüten und Zweigachseln stehen bleibt. Besonders betroffen sind dünntriebige, schwach wachsende Kübelsorten. - Die Blätter sind welk und hell-oliv. Durch Dach gegen Regen schützen. Abgestorbenes abschneiden, ggf. bis zur Wurzelbasis.