|
![]() |
(entnommen von www.bio-gaertner.de - dem umfassenden Online-Öko-Nachschlagewerk)
Fuchsia. Nachtkerzengewächse. Halbstrauch. Meistens werden Hybriden (Gartenfuchsien) angeboten.
Siehe auch den Einführungstext zu Stauden, Sommerblumen_allgemein und die nachfolgenden Artikel.
Sonne, Halbschatten. Luftiger, windgeschützter Standort, Pflanzabstand wahren. Sie lieben gleichmäßig feuchte Erde und hohe Luftfeuchtigkeit, deshalb bei heißer, trockener Luft öfters überbrausen, auch schon morgens. Starke Hitze wird nicht gut vertragen. Regelmäßig wöchentlich nachdüngen und gut wässern. Höhe 20 - 200 cm. Hochstämmige Fuchsien mit Stab gegen Windbruch schützen. Sie können auch buschig oder hängend sein.
Humoser, durchlässiger Boden, z.B. Gartenerde, Kompost und Sand zu gleichen Teilen oder hochwertige Handelsware, auch Geranienerde. Blüten zweifarbig in blau, orange, rosa, rot und weiß, vom Vorfrühling bis in den Herbst. Lässt die Blühkraft im Sommer nach, empfiehlt es sich, in der Blühpause zu lange Triebe zu kürzen, damit ein neuer Anreiz zum Blühen geschaffen wird. Verblühtes sofort entfernen. Weißblaue Sorten sind besonders empfindlich, zuviel Sonne oder auch Wasser lassen sie leicht erschlaffen. Die Erde darf niemals ohne kräftige Nährstoffe und jedes Wochenende muss ein Volldünger bereitgehalten werden. Wenn die Fuchsien alle zwei bis drei Wochen entspitzt werden, wachsen sie besonders dicht.
Günstig ist ein Platz unter einem lichtdurchlässigen Dach, das die Pflanze vor direkter Sonne oder Regen schützt, an der Ost- oder Westseite, Südfenster nur mit Schattierung. Nicht in schwarze Plastiktöpfe pflanzen, sie werden zu heiß. Erst bei 16 Stunden Licht je Tag bringen sie ein Maximum an Blüten hervor, im Schatten lässt der Blütenreichtum erheblich nach. Die Fuchsien sollten fast immer niemals über 25° in der Sonne liegen. Halbschatten ist für die meisten Pflanzen angemessen, Fuchsien in kräftigen Farben können heller stehen. Die Erde darf auf keinen Fall nass werden. Zugige Plätze vermeiden. Je gleichmäßiger die Erdfeuchte, umso mehr Sonne ist möglich.
Es empfiehlt sich, jedes Jahr im Frühling Stecklinge heranzuziehen und die alten Pflanzen nach 3 Jahren zu entfernen, da Fuchsien nicht langlebig sind. Einen leicht verholzten Seitentrieb ohne Knospe, 8 - 10 cm, im Sommer unterhalb des 2. oder 3. Blattpaares abschneiden und wahlweise in Kokoserde stecken (18 - 20°) oder in Wasser stellen, Südfenster. Die unteren Blätter müssen entfernt werden. Problematisch ist Venus victrix, weniger anfällig Quasar. - Auch Hochstämmchen können herangezogen werden. Sie können alle Äste bis auf 2 - 3 Blattpaare zurückschneiden.
Als Begleitpflanzen kommen in Frage Begonien, Heliotrop, Hortensien, Strauchmargeriten und Tagetes.
Winterquartier: So spät wie möglich, E 10, 11. Leichte, vorübergehende Frühfröste bis -3° werden vertragen. Vor reichlichem Regen schützen. Sämtliche Blätter sollten abgeworfen sein, danach sammeln und vernichten. Kronen leicht zurückschneiden und dabei Langtriebe zurücknehmen, nach einem schwachen Rückschnitt werden sie bei 5 - 10° überwintert. Der Schnitt ins Holz wird schlecht übertragen. Alle Zweigenden mit Blüten, Früchten und Knospen sowie vergilbtes Laub und nach innen wachsende Triebe entfernen, dabei wird gleichzeitig Grauschimmel bekämpft. Der kräftige Rückschnitt wird im März vor dem Austrieb vorgenommen. Vorjahrsneutriebe um ein Drittel kürzen, aber jeweils zwei Knospen belassen. Rückschnitt bis ins alte Holz möglichst vermeiden. - Nur wenn das Winterquartier beengt ist, müssen die Pflanzen schon im Spätherbst stark zurückgeschnitten werden und im Frühjahr muss ggf. ein kleiner Korrekturschnitt.erfolgen. Im Sommer sollte man durch ständiges Entspitzen für einen kompakten Wuchs sorgen. - Am besten können Fuchsien in leicht abgedunkelten Räumen bei etwa 12° überwintern. Nur wenig gießen, einmal monatlich genügt. Gesundes Laub bleibt bis zum Vergilben an der Pflanze.
Winterharte Fuchsien (sie blühen ab Juli) sollten im Frühjahr in eine Mulde gepflanzt werden, die im Laufe des Jahres aufgefüllt wird. Sie brauchen Winterschutz aus viel trockenem Laub und Fichtenreisig, der Wurzelballen darf auf keinen Fall durchfrieren. Auch die Kronen mit Fichtenreisig schützen. Außerdem im Januar um 1/3 zurückschneiden und ausputzen . - Etwaige Früchte sind essbar.
Es gibt nur ganz wenige Fuchsien, die als Zimmerpflanzen geeignet sind. Ost-/Westfenster. An Sommertagen regelmäßig gießen und ab Mai bis August alle 2 Wochen düngen. Ist die Luftfeuchtigkeit sehr niedrig, hilft häufiges Besprühen. Am besten überwintert die Pflanze an einem hellen, kühlen Platz bei max. 10°. Im Frühling einen Seitentrieb mit mehreren Blättern ohne Blütenknospen in eine Flasche Wasser vor das Südfenster stellen. Nachdem sich Wurzeln gebildet haben, vorsichtig einpflanzen und weiterhin warm halten.
Hell, keine direkte Sonne. Regelmäßig normal gießen. Balkon. Alle 14 Tage düngen. - Fuchsien sind nicht langlebig.
Fuchsia Giant. Nie haben Sie diese großen Blüten gesehen. Bis 8 cm groß sind sie. Sie sind größer als die der Welt. Ihre Namen: Blacky Midnight (Schwarz mit rot oben), Deep Purple (Purpur mit weiß oben), Pink Marschmallow (Fast weiß mit etwas Pink), Omar Giant (Weiß mit rot oben). Über das ständige Nachblühen bestaunen Sie pausenlos markant ausgefärbte Blumen. Sie kommen in Ampeln und Kästen blitzschnell zur Blüte. Über das ständige Nachblühen bestaunen Sie pausenlos markant ausgefärbte Blumen. Halbschatten, Schatten, winterhart mit Winterschutz.
Fuchsia magellanica Gracilis, rot, 6 - 11, 80 cm, Sonne und Halbschatten. Für Beete und Kübel.
Alba, zartrosa/weiß, kleinblumig. 120 cm. 7 blühend.
Alice Hoffmann, rot mit weiß, 30 cm, 7 - 9 blühend.
Bouquet, rot mit blau, 30 cm. 7 - 9 blühend.
Jeanette, rot, gelbliches Laub, 120 cm. 7 - 9 blühend.
Madame Cornelissen, Hybride, rot/weiß. 80 cm. 7 - 9 blühend.
Mrs. Popple, rot mit blau, 80 cm, 7 - 9 blühend.
Pumila, rot mit blau, Zwergform, 40 cm. 7 - 9 blühend.
Lady Thumb, rot/violett, 6 - 9, 40 cm. Zwergfuchsie.
Thom Thumb, Zwergfuchsie, unzählige rote Blüten mit violetten Blütenblättern, 5 - 8, 40 cm. Für Beet und Rabatte. Sonne.
Sneesy, rot mit rotviolett. 40 cm. 7 - 9 blühend.
Tricolor, rot mit blau, dreifarbiges Laub. 120 cm. 7 - 9 blühend.
Voodoo, hängende Kelchblätter mit blauer Krone. Sie wächst aufrecht, die Blüten haben eine enorm große Ausstrahlung.
Empress of Prussia
Genii
Margaret
Phygelius rectus Salmon leap, Trompeten-Fuchsie, Halbstrauch, reiche Blüte orangerot, 7 - 9, 70 cm. Sonne. Schnittblume.
Hochstämmchen können wie folgt überwintert werden: Ein Loch von 1 m Tiefe graben, die Blätter entfernen und den Mitteltrieb zurückschneiden, in das Loch hineinstellen und mit Reisig und Laub abdecken. Ende März in das Haus holen und dort im Schatten 14 Tage lang aufstellen. Danach Erde erneuern und düngen. Oder einen etwa 40 cm tiefen Graben ausheben, die Pflanzen bis auf die verholzten Triebe zurückschneiden und waagerecht mit Topf in den Graben hineinlegen. Mit lockerer Erde zufüllen und zusätzlich mit Laub abdecken. Im Frühjahr Vertrocknetes und abgebrochene Zweige abschneiden, hell stellen und nach dem ersten Austrieb gießen.
Die meisten Fuchsien sind schattenverträglich. Sonne mögen folgende Sorten:
a) hängend: Aloha, Cascade, Cheerio, Elfriede Ort, Sun Angels
b) aufrecht wachsend: Celia Smedley, Gartenmeister Bonstedt (S), Koralle (S), Sunangels.
Fuchsia triphylla-Hybriden Traubenblütige Fuchsie (S): Viele glöckchenartige Blüten in großen Trauben, granatfarben, orange und rubinrot. Sie vertragen Sonne.
Fuchsia magellanica Scharlachfuchsie: Blüte ungefüllt, purpur und dunkelrot, 7 - 10. Friert oberirdisch ab, treibt aber wieder neu aus. Wenn nicht, bis auf 10 cm über dem Boden zurückschneiden.
gracilis ist rotviolett,
alba weiß.
Fuchsia procumbens, kriechende Fuchsie, Blüte gelb, 10 cm. Winterhart, zieht ein. Boden feucht. Halbschatten.
Fuchsia corallina ist ebenfalls winterhart.
Ribes speciosum, Kletterfuchsie, Blüte rot, fuchsienähnlich, 3 - 6, bis 400 cm. Der Blütenstrauch behält an Hauswänden seine sattgrüne Belaubung.
Bicentennial, Fuchsie mit gefüllten Riesenblüten. Sie blüht vom Sommer bis zum Frost.
Unter 40 verschiedenen Pflanzen wurden folgende Blüten festgehalten:
Beacon zählt zu den bewährten und bekannten Fuchsiensorten.
Eden Rock schmücken Blüten mit einem kräftigen Rot-Blau-Kontrast.
Miniroos glänzt mit unzähligen Miniaturblüten und einem zarten Farbenspiel.
Shadow Dancer Shirley blüht auch in heißen Sommern unermüdlich. Die rotweißen Blüten sitzen dicht an dicht an der auffallend kleinblättrigen Fuchsie.
Shadow Dancer Peggy ist ein kompakt wachsende aufrechte Fuchsie, kräftig korallenfarben mit cremweißen Kelchblättern.
Diva Beacon ist eine neue reich blühende Züchtung in purpurrot.
(S) = Sonnenverträglich, aber kein Hitzestau. Sie benötigen dann höhere Gießgaben.
Interessenten können sich an die Deutsche Fuchsien-Gesellschaft e. V. Pankratiusstrasse 10, 31180 Giesen oder an die Deutsche Dahlien-, Fuchsien- und Gladiolengesellschaft wenden, Maasstrasse 153, 47608 Geldern www.ddfgg.de. Die Deutsche Fuchsien-Gesellschaft e.V. c/o Robert H. Vitzthum, Pfinzingstrasse 85, 90537 Feucht www.deutsche-fuchsien-ges.de Deutsche Fuchsiengesellschaft, Linnenkämper Str. 10, 37627 Stadtoldendorf www.deutsche-fuchsien-ges.de
| Schadbild | Vorbeugung | Bekämpfung |
| Dickmaulrüssler | ||
Die Käfer fressen nachts an den Blüten und Blättern (Buchtenfraß), die Larven an den Wurzeln und dem Wurzelhals, sie fressen Knollen von innen her auf. Knollen und Rüben zeigen blauschwarze Verfärbungen. Ebenso haben die Blätter blauschwarze Flecken, sie fallen später ab. Die Larven sind die eigentlichen Schädlinge. Ihre Gänge sind mit Kot angefüllt. Pflanzen welken, fallen z.T. um, können leicht aus dem Boden gezogen werden. Sie bevorzugen sauer reagierendes Erdreich aus Kompost oder Torf. Siehe 'Dickmaulrüssler'. |
||
| Grauschimmel | ||
| Botrytis cinerea. Vor allem in nassen Jahren und im Winterquartier auftretend oder wenn die Jungpflanzen zu eng stehen und nicht abtrocknen können.- Zeigt sich meistens nur an dem Stängelgrund oder in Triebmitte. Trockene Faulstellen, die zum Verlust führen.- Siehe auch 'Grauschimmel'. | Stängel und Blätter nicht benetzen. | Niem. Befallenes vernichten. |
| Mittelmeernelkenwickler | ||
| Siehe Thujas. | ||
| Rost | ||
|
Blätter sind verfärbt, vergilben und fallen ab, beginnend von unten. Auf den Unterseiten sind die braunen Sporen, wie mit Roststaub bepudert, sichtbar. Wirtswechselnder Rostpilz, Zwischenwirt Kreuzblumen und Waldweidenröschen. Siehe Rostkrankheiten. Sollten sich die roten Spinnen breit machen, können Sie sehr schnell mit den Mitteln der Pyrethrum-Präparaten von unten her die Schädlinge bekämpfen. |
Pflanzenstärkungsmittel spritzen, ggf. mit Schwefelzusatz. Keine stickstoffbetonte Düngung. Zwischenwirt entfernen. Weitgehend resistent sind Elisabeth, Flying Cloud, Gruß aus dem Bodethal, Harry Gray, La Campanella, Marin Glow. Anfällig sind Brutus, Display, Henriette Ernst, Mieke Meursing. | Alle befallenen Blätter entfernen und vernichten, auch abgefallenes Laub. Mit Schwefelpräparaten mehrmals spritzen, auch den Boden. |
| Spinnmilben | ||
| In den Blattachseln sind Gespinste, auf den Blättern helle Flecken; sie trocknen ein und fallen ab. Siehe 'Milben'. | ||
| Blattläuse | ||
| Siehe 'Blatt-/Blutläuse' | ||
| Weiße Fliege | ||
| Aleurodes proletella. 2 mm große, geflügelte Insekten, bedeckt mit weißem Wachspuder auf den Blattunterseiten. Schwarze Russtaupilze. Siehe 'Weiße Fliegen'. | Sowohl Windstille wie Zug vermeiden. | Niem. |