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Kakteen

Kakteen (bot. Kakteen cephalocereus)


Kakteen.

Kakteen sind Sukkulenten, also wassersammelnde Pflanzen. Heimat fast aller Kakteen ist Amerika. Kakteen, Sie speichern in ihren dicken Körpern Wasser, ihre Dorne schützen vor heißer Sonne und vor Verbiß. Alle Farben außer blau. Nachtblüher haben besonders große Blüten (Königin der Nacht). Die Blüten sind meistens nur 24 Stunden lang geöffnet. Die meisten blühen im Frühling und Frühsommer, aber nur dann, wenn sie vorher eine Ruhepause gehabt haben. Im Herbst mehrere Monate fast gar nicht nicht gießen und düngen. Sie überwintern auch ohne Gießen, verlieren dann aber ihre Wurzeln. Nicht die Pflanzen benetzen, das kann zur Fäulnis führen. Auch hohe Luftfeuchtigkeit lieben sie nicht. In dieser Zeit hell, aber kühl stellen. Winterblüher haben dagegen ihre Ruhezeit im Sommer. Südfenster, aber auch Ost- und Westfenster sind als Standorte gut geeignet, von 5 - E 9 kommen sie auf die Terrasse.

Folgende Regeln sind zu beachten: Fast alle Arten brauchen viel Licht, aber einige müssen während der Prallsonne schattiert werden. Frische Luft ohne große Luftfeuchte ist immer notwendig, sie vertragen keine Heizungsluft, aber auch keinen Tabakrauch. Junge Pflanzen alle zwei Jahre umtopfen, bei älteren Pflanzen genügt es, den oberen verkrusteten Teil der Erde zu ersetzen. Besondere Kakteenerde verwenden, die sehr nährstoffarm ist und Wasser wieder ohne Verzögerung aufnimmt. Auch Tongranulat ist geeignet. Immer eine Dränage vorsehen aus Kies usw. Im Sommer durchdringend einmal die Woche mit weichem, kalkfreien Wasser gießen, außer in der Ruhezeit, danach die Erde abtrocknen lassen. Hier wird erst dann wieder gegossen, wenn die Erde trocken geworden ist. Während des Winters hell stellen, einmal monatlich gießen. - Bei Winterblühern wird während des Winters regelmäßig gegossen, im Sommer nur wenig. Nur sehr zurückhaltend düngen mit speziellem Kaktusdünger.

Viele Kakteen können ab 5 auf der Terrasse platziert werden, wo sie frische Luft und ab und zu Regen haben, was ihnen sehr entgegen kommt. Ab 8 wird stufenweise das Gießen heruntergefahren, die Düngung wird Mi 8 komplett eingestellt. Etwa ab Mi 10/A11 werden Mammillarien und Rebutien trocken und kühl gehalten, bei etwa 6 - 14°, bis zum Frühjahr. Erst ab 3 bekommen sie wieder etwas Wasser. Die anderen Arten können im Zimmer verbleiben am gewohnten Ort (helle), sie werden nur sehr zurückhaltend gegossen. Umtopfen erst im Frühjahr mit Spezial-Erde, z.B. Gartenerde, Reifen Kompost und Sand oder Lavagrus im Verhältnis 2 : 1 : 2.

Im Gewächshaus sollte immer nachts gelüftet werden, Kakteen sind an starke Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht gewöhnt.

Als blühsicher gelten: Acanthocalycium, Aporocactus, Chamaecereus, Dolichotele, Echinocereus, Epiphyllum-Hybriden (Blattkakteen), Gymnocalycium, Hamatocactus, Heliocereus, Hylocereus, Lobivia, Mammiliaria, Neoporteria, Notocactus, Opuntia, Parodia, Rebutia, Rhipsalis, Rhipsalidospis (Osterk.), Schlumerbergera (Weihnachtsk.), Selenicereus (Königin der Nacht). Desweiteren gibt es Pflanzen wie: Aporocactus flagelliformis, Peitschenkaktus. Astrophytum capricorne, Astrophytum myriostigma, und A. asterias sind kalkliebend. Astrophytum ornatum. Cephalocereus senilis, Greisenhaupt. Cereus peruvianus var. monstrosus. Cereus silvestri. Cereus strausii. Igelsäulenkakteen. Lobivien. Mammilarien, Warzenkakteen. Rebutien, Kugelkakteen. Rhipsalis, Binsenkaktus.

Vermehrung siehe dort. Soweit sie Samen ausbilden wie die Kugelkakteen, kann man sie im Frühjahr in sandige Torferde aussäen. -  Weißhaarige Kakteen sind etwas komplizierter zu kultivieren!

Der Osterkaktus benötigt Temperaturen zwischen 10 und 15°, um Knospen anzusetzen, unabhängig vom Tag-/Nachtrhythmus. Bei Temperaturen von 17 - 20° reagiert er jedoch wie eine Kurztagpflanze und blüht nur, wenn die Nächte länger als die Tage sind. Im Winter sollte die Temperatur unter 12° liegen.

Cephalocereus. Schopfcereus. Dieser vielrippige Säulenkaktus wird in seiner mexikanischen Heimat bis zu 15 m hoch. An den Rippen sitzen Dornen, die 10 cm lang werden können. Bei uns erreicht er 30 - 50 cm Höhe. Er wächst relativ schnell. Im Sommer liebt er es warm und sonnig (Südfenster). Im Winter braucht er einen kühlen Platz.

Im Sommer sparsam gießen und ab und zu sprühen - für feuchte Luft ist er dankbar. Monatlich düngen. Im Winter kaum gießen und nicht mehr düngen. Am besten überwintert man den Schopfcereus an einem hellen, kühlen Platz 5 - 8°, er nimmt es aber auch nicht übel, wenn er an seinem gewohnten Platz stehen bleibt. Dann sollte etwas mehr gegossen werden. Alle 3 - 4 Jahre im Frühjahr wird er in eine kalkreiche, durchlässige Erde umgepflanzt. - Vermehrung durch Samen oder durch Kopfstecklinge, die man - nachdem die Schnittstellen gut abgetrocknet sind - in sandige Erde steckt.

Cereus. Säulenkaktus. Dieser robuste, schnellwachsende Kaktus kommt aus Südamerika, wo er bis zu 15 m hoch wird. Typisch ist sein säulenartiger, teils reichverzweigter Wuchs. Die Säulen besitzen 4 - 6 Rippen, an denen lange Dornen sitzen. Im Sommer ein warmer, sonniger Platz (Südfenster) oder im Freien. Wie fast alle Kakteen verträgt er im Winter sogar Temperaturen bis 4°.

Im Sommer sparsam gießen und monatlich mit Kakteendünger versorgen. Gelegentlich Staub entfernen. Zum Überwintern eignet sich ein ungeheizter, frostfreier, heller Raum. Dann kaum noch gießen und nicht mehr düngen. Der Säulenkaktus nimmt es auch nicht übel, wenn er im Zimmer überwintern muss, allerdings braucht er dann etwas mehr Wasser. Ist der Topf zu klein geworden, bekommt er im Frühjahr einen etwas größeren Topf. Vermehrung: Kopfstecklinge gut abtrocknen lassen und in sandige Erde stecken.

*Echinopsis eyriesii, Seeigelkaktus. Kugelkaktus.

Kakteenerde verwenden. Volle Sonne, auch auf der Terrasse. Viel Wasser während der Vegetationszeit 3 - 8, alle zwei Wochen düngen. Blüte beginnt im Sommer morgens um 5 Uhr und endet am Nachmittag, in gelb, rosa, rot, weiß. Oft sind es mehrere Blüten, je nach Größe des Kaktus. Ruhezeit im Winter bei 8 - 10°, dann nicht mehr gießen und düngen. Möglichst hell stellen. Am Anfang wächst er kugelig, dann säulenförmig. Seine Heimat ist Südamerika. Blütezeit: Sommer.

Alle paar Jahre umtopfen. Danach nur wenig gießen, bis sich neue Stacheln auf der Kuppe gebildet haben.

Vermehren durch Ableger. Sie werden auf Kakteenerde gesetzt und wenig gegossen, bis sie Wurzeln getrieben haben.

Balkon-, Topf- u. Zimmerblumen.

Gymnocalycium, Erdbeerkaktus. Der Erdbeerkaktus mit seiner kugeligen Form und seinen schönen Dornen kommt in Südamerika mit über 50 Arten vor. Er entwickelt herrliche, große Blüten. Die bunten Arten eignen sich zum Pfropfen auf Säulenkakteen. Er wird max. 20 cm groß. Blütezeit: Frühjahr/Sommer.

Im Sommer möchte er einen warmen, hellen Platz (Ost-/Westfenster oder Südfenster ohne direkte Sonne), im Winter liebt er es kühl.

In der Hauptwachstumszeit von April - September mäßig gießen und alle 2 Wochen düngen. Ist die Luftfeuchtigkeit sehr niedrig, tut gelegentliches Sprühen gut. Ab Oktober nicht mehr düngen und kaum noch gießen. Die winterliche Ruhezeit sollte der Erdbeerkaktus möglichst hell bei 8 - 10° verbringen. Nur alle 3 - 4 Jahre wird er im Frühling in frische Kakteenerde umgesetzt. Vermehrung durch Samen oder Ableger, die man vorsichtig abtrennt und in Kakteenerde setzt.

Lobivien. Dieser Kaktus kommt in mehr als 100 Arten in Südamerika vor, die meisten davon in Bolivien. Es gibt kugelige und säulenförmige Arten; manche besitzen bizarre Dornen, andere feine Haare, manche weder das eine noch das andere. Alle Arten bringen jedoch zauberhafte Blüten in rot, weiß oder gelb hervor. Die Lobivie wird 15 - 20 cm hoch. Blütezeit Frühjahr.

Im Sommer kann sie gar nicht genug Sonne und Wärme bekommen (Südfenster). Auch im Freien fühlt sie sich wohl. Im Winter möchte sie es jedoch hell und kühl. Im Sommer reichlich mit weichem Wasser gießen und alle 2 Wochen düngen. Ab September nicht mehr düngen und immer weniger gießen. Die Lobivie sollte in einem ungeheizten, aber frostfreien Raum hell, luftig und vollkommen trocken überwintern. Ab März langsam wieder mit dem Gießen beginnen. Jüngere Pflanzen jährlich, ältere alle 2 - 3 Jahre im Frühling in lockere und nährstoffreiche Erde umpflanzen. Vermehrung durch Stecklinge oder Ausläufer, die in sandiger Erde schnell wurzeln.

Mammillaria. Warzenkaktus. Seinen Namen hat der Warzenkaktus von seinen spiralförmig angeordneten Warzen, an denen die Dornen hängen. Als junge Pflanze ist dieser vorwiegend in Südamerika und den westindischen Inseln vorkommende Kaktus kugelig, später wächst er säulenförmig. Die Anordnung der Warzen und die Stachelbildung sind von Art zu Art sehr unterschiedlich. Seine Blüten: klein, aber reizvoll. Er wird max. 15 - 20 cm hoch. Blütezeit: Sommer. Im Sommer möchte der Warzenkaktus die volle Sonne genießen (Südfenster). Im Winter sollte sein Platz hell und kühl sein.

Im Somer reichlich gießen, am besten in den Untersetzer, damit der Kaktus selbst trocken bleibt. Alle 14 Tage düngen. Ab Oktober an einen hellen, kühlen Platz mit 8° stellen, an dem er bis zum Februar überwintern kann. Nun nicht mehr düngen und gießen. Ab März allmählich wieder gießen. Sollte der Topf zu klein geworden sein, wird er im Frühjahr in frische Erde umgepflanzt. Vermehrung: Stecklinge einige Tage trocknen lasen, in Kakteenerde pflanzen. Auch durch Samen möglich, es dauer aber lange, bis er keimt.

Notocactus. Buckelkaktus. Der Buckelkaktus aus Südamerika ist als Jungpflanze kugelig und wird später trichterförmig. Durch seine Rippen laufen Querfurchen. Die Dornen sind von Art zu Art sehr unterschiedlich. Seine groen Blüten strahlen leuchtend gelb, manchmal auch rot. Er wird 10 - 15 cm groß, zum Teil auch über 1 m hoch. Blütezeit: Frühjahr.

Er liebt im Sommer einen halbschatttigen, warmen Platz. (Ost-Westfenster). Im Winter möchte er es hell und mäßig kühl.

Im Sommer mäßig mit warmem Wasser gießen, bei großer Hitze tut ihm gelegentliches Sprühen gut. Gedüngt wird alle drei Wochen. Danach nicht mehr düngen, nur wenig gießen. Ein heller Überwinterungsplatz mit mindestens 10 - 12° fördert die Blüte im nächsten Frühjahr. Falls erforderlich, wird der Buckelkaktus im Frühjahr in frische Einheitserde mit Sand umgesetzt. Vermehrung am einfachsten durch Samen. Unter Glas bei einer Temperatur von ca. 20° keimt er relativ schnell.

Opuntien. Kaktusfeigen. In den Mittelmeerländern ist der Feigenkaktus weit verbreitet. Seine ursprüngliche Heimat ist jedoch Nord- und Südamerika, wo er strauchartig wächst. Seine scheibenförmigen 10 - 20 cm und mehr großen Glieder haben Dornen mit Widerhaken, die sich nur schwer aus der Haut entfernen lassen. Faszinierend sind die großen Blüten. Die Früchte sind essbar und wohlschmeckend. Blütezeit: Frühjahr/Sommer.

Im Sommer braucht der Feigenkaktus soviel Sonne wie nur möglich (Südfenster). Bekommt er zu wenig Licht, blüht er nicht. Im Freien fühlt er sich ebenfalls wohl. Im Winter möchte er hell und kühl stehen.

Von März bis August reichlich gießen und wöchentlich düngen. Ab September nicht mehr düngen und das Gießen allmählich einschränken. Zum Überwintern sollte der Feigenkaktus in einem kühlen (6 - 8°) hellen Raum stehen. Ab und zu gießen. Im Frühjahr wird er - falls erforderlich - in frische Einheitserde oder in Kakteenerde umgepflanzt.

Die kleinen harten Samen nach dem Herauslösen mit Wasser flach in Töpfe mit sandiger Anzuchterde drücken. Diese Lichtkeimer nicht mit Erde, die Töpfe von oben her mit Folie bedecken. Einige Wochen danach beginnen sie zu keimen. Erst im Frühjahr können sie die Töpfe vereinzeln. Beginn Januar. - Ein Glied abschneiden und flach auf sandige Erde legen.

*Phyllocactus ackermannii. Schusterkaktus.

Sonne und Halbschatten, kann auch auf der Terrasse verbleiben während der Sommerzeit. Anspruchslos und leicht zu pflegen, er benötigt aber dann viel Wasser und Dünger. Blütezeit Frühjahr bis Sommer, rot. Er ist im Sommer mit vielen roten prächtigen Blüten besetzt. Wie beim Schusterkaktus lieben auch die anderen Phyllokakteen (Blattkakteen) Umzug auf die Terrasse ab 5 an geschützter Stelle. Mi 8 beginnt die Ruhezeit. Überwinterung am besten kühl. Sie erhalten etwas mehr Gießwasser als andere Kakteenarten.

Rhipsalidopsis. Osterkaktus. Der Osterkaktus verwöhnt uns mit seiner reichen Blütenpracht im zeitigen Frühjahr. Er stammt aus Brasilien, wo er als Epiphyt auf Bäumen wächst. Seine Sprossen bestehen aus vielen kleinen Gliedern mit eingekerbten oder gezähnten Rändern. Die großen, leuchtend roten Blüten sitzen an den Enden der Sprossen, die 50 - 100 cm lang werden.

Im Sommer hell, aber ohne direkte Sonne (Ost-/Westfenster), im Winter sollte die Temperatur nicht über 12° liegen.

Während der Hauptwachstumszeit von August bis Dezember reichlich gießen und alle zwei bis drei Wochen düngen. Ab Januar braucht der Osterkaktus einen kühlen, aber hellen Platz (12°). Nur wenig gießen und nicht mehr düngen. Sobald sich die ersten Blütenknospen zeigen, gibt es wieder mehr Wärme und Wasser. Auch für gelegentliches Sprühen ist er jetzt dankbar. Wird der Topf zu klein, nach der Blütezeit in humose, kalkarme Erde umtopfen. Der Osterkaktus benötigt Temperaturen zwischen 10 und 15°, um Knospen anzusetzen, unabhängig vom Tag-/Nachtrhythmus. Bei Temperaturen von 17 - 20° reagiert er jedoch wie eine Kurztagpflanze und blüht nur, wenn die Nächte länger als die Tage sind. Im Winter sollte die Temperatur unter 12° liegen. Vermehrung: Die Triebspitzen im Sommer abschneiden und in humose Erde stecken. Bei 20 - 25° wurzeln sie schnell.

*Schlumbergera (Zygocactus truncatus )(Epiphyllum truncatum), Weihnachtskaktus. Langlebig.

Die Schlumbergera lebt in seiner Heimat epiphytisch auf Bäumen. Seine Triebe, die aus abgeflachten Gliedern bestehen, werden bis zu 30 cm lang. Erde kalkfrei, humos. Im Sommer sollte der Standort hell, luftig, ohne direkte Sonne sein, bei normaler Zimmertemperatur (Ost-/Westfenster). Der Topf sollte eher flach und klein sein. Im Sommer regelmäßig reichlich weiches, lauwarmes kalkfreies Wasser geben und alle paar Wochen düngen. E 8 wird damit zurückgefahren, die Düngung wird vollkommen ausgesetzt und die Wasserzufuhr allmählich soweit eingeschränkt, dass gerade nur etwas Feuchtigkeit verbleibt. Dann sollte er kühl, etwa 12 - 15°,  und ziemlich dunkel gestellt werden. Nach einiger Zeit bildet der Kaktus an seinen etwa 30 cm langen Trieben Knospen. Bevor sie anschwellen, den Kaktus umstellen, wärmer und heller. Gleichzeitig die Wassergaben erhöhen und erneut düngen, etwa alle 2 - 3 Wochen. Der Ballen muss immer gleich feucht gehalten werden. Die rosafarbenen oder violetten Blüten erscheinen um die Weihnachtszeit und können bei älteren Exemplaren einige Wochen andauern. Sind die Blüten schlaff geworden, beginnt die zweite Ruhezeit. Der Kaktus wird kühl gestellt und nur zurückhaltend gegossen, bis sich die Blätter straffen und im Frühjahr die neuen Triebe erscheinen, nach 6 - 8 Wochen. - Wenn die Blütenknospen anschwellen, sollte man den Standort nicht verändern, um Blütenfall zu vermeiden.

Vermehrung im Sommer durch mehrere Blattglieder, die oft schon Wurzelansätze gebildet haben. Temperatur 20 - 25°.

Selenicereus grandiflorus. Königin der Nacht.

Erde nährstoffreich, etwas sandig, kalkfrei. Standort im Treibhaus oder Wintergarten, mit hoher Luftfeuchtigkeit, hell, aber im Sommer vor direktem Sonnenlicht schützen. Als Zimmerpflanze braucht er eine Temperatur von 12 - 18°.  Blüte 6/7 ist etwa 30 cm lang und 25 cm breit. Sie dauert nur eine Nacht und verströmt dabei Vanilleduft. Die äußeren Blütenblätter sind bronceartig, die inneren weiß. Die dünnen Triebe sind über einen Meter lang und müssen abgestützt werden. Im Sommer fleißig gießen und sprühen bis zur Blüte; am besten düngen mit Spezialdünger einmal wöchentlich. Ruhezeit von 11 - 4, Wasserzufuhr dann stark zurückfahren. Plastiktöpfe halten die Feuchtigkeit im Erdreich besser als Keramiktöpfe. - Vermehrung durch Stecklinge möglich.

Weitere wichtigen Kakteen: *Rebutien. *Rhipsalis. *Lobivien. *Mammillarien. * Cereus silvestri. *Cereus strausii. *Cephalocereus senilis. *Astrophytum myriostigma, asterias. *Echinocereen. *Igelsäulenkakteen * Cereus peruvianus var. monstrosus. *Aporocactus flagelliformis. *Chamaecereus silvestri.. *Astrophytum ornatum. * Astrophytum capricorne.   Die Bischofsmütze Astrophytum myriostigma und A. asterias zeigen weiße Beflockung, die am vollkommensten wird, wenn die Pflanzen Morgensonne haben. Das ist ein Hinweis für Anfänger.

*Diese Kakteen sind gut für Blumen im Haus.

Freilandkakteen benötigen einen vollsonnigen, windgeschützten Standort mit durchlässigem Boden. Im Frühjahr und im Sommer mit normalem Gartendünger düngen. Dafür eignen sich verschiedene Opuntien (Feigenkaktus) wie Opuntius fragilis, humifusa, imbricata, phaecantha, polyacantha ('Longispina'), rafinesquei, rhodantha. Sie benötigen einen sandigen, durchlässigen, trockenen Boden. Der obere Bereich um die Pflanze herum sollte aus grobem Kies von mindestens 5 cm Schichthöhe bestehen, größere Steine sollten auch im Untergrund vorhanden sein. Diese Verhältnisse lassen sich am ehesten im Steingarten herstellen. Das Regenwasser sollte möglichst durch ein vorstehendes Dach oder eine spezielle Konstruktion aus Folie oder anderem durchsichtigen Material abgehalten werden. Leichter Winterschutz ist empfehlenswert. Sie sind 20 cm hoch und blühen 6 - 7. Sie brauchen einen sonnigen Standort. Der Igelsäulenkaktus (Echinocerus coccineus und Escobaria missouriensis/sneedii) sind ebenfalls frosthart, aber wegen der kalten Nässe schwer durch den Winter zu bringen. Man sollte sie besser mit Topf eingraben und im Hause überwintern. Nur bei langanhaltender Trockenheit gießen, zweimal im Frühling düngen. Begleitpflanzen sind Fetthenne, Hauswurz, Palmlilie, rote Segge.

Kakteenpfropfung:

Unterlage und Pfröpfling müssen aufeinander abgestimmt sein. Als Unterlage am geeignetsten sind schnellwachsende rankende und säulenförmige Kakteen wie Trichocereus macrogonus, Trichocereus pachanoi, Trichocereus spachianus und Hylocereus undatus, außerdem einige Eriocereus-, Pereskia- und Pereskiopsis-Arten sowie Opuntia subulata für Opuntia clavaroides. Tief abgeschnittene Unterlagen wachsen am besten an, hohe Pfropfungen sind oft voller Überraschungen.

Pfropfzeit 5 - 7 an warmen Tagen ist am geeignetsten. Vorher beide Gewächse gut pflegen und ernähren, öfters mit Wasser besprühen. Mit scharfem Messer immer dort abschneiden, wo Unterlage und Pfröpfling gut im Saft stehen, also nicht verholzt sind. Beide Teile an den Schnittkanten etwas konisch zuspitzen, so dass sich die Schnittflächen verkleinern. Sie sollten ungefähr gleich groß sein. Nochmals waagerecht nachschneiden und die beiden Teile drehend stumpf aufeinandersetzen. Der Pfropfling muss immer gut angedrückt werden. Bei dünnen Trieben wird das mit einem übergestülptem Reagenzglas erreicht, bei säulenförmigen oder kugeligen Pfröpflingen mit zwei Gummiringen, die kreuzweise über beide Teile gespannt werden. Oder man heftet beide mit einem abgebrochenen Kaktusdorn zusammen:

a) Spaltpfropfung; es wird eine Kerbe aus der Unterlage herausgeschnitten, der Pfröpfling wird entsprechend angespitzt, sa dass beide Teile ineinander passen, und befestigt mit dem Dorn, der waagerecht eingestochen wird und Unterlage - Pfröpfling - Unterlage miteinander verbindet.

b) Anplatten; Die Unterlage wird schräg abgeschnitten, der Pfröpfling einseitig etwas angeschnitten, mit seiner Schnittfläche auf die der Unterlage gelegt und ebenfalls von oben nach unten mit dem Dorn angeheftet. Ein Plastikbeutel über den Pflanzen ist hilfreich, er sorgt für gespannte Luft und Wärme.

Kakteenpflanzen fallen zusammen und schrumpfen durch die Stammfäule.

Infos:
Deutsche Kakteen-Gesellschaft e.V.,
Geschäftsstelle Oos-Str. 18,
75179 Pforzheim
www.dkg.eu

Schadbild Vorbeugung Bekämpfung
Bodenpilze
können nur bei andauernder Feuchtigkeit die Pflanzen befallen. Das ist besonders im Winter der Fall, wenn zuviel gegossen wird, die Pflanzen aber die Feuchtigkeit nicht aufnehmen können. Im Winter zurückhaltend gießen, im Sommer den Ballen ab und zu austrocknen lassen. Düngevorschriften beachten. Algenstärkungsmittel abwechselnd mit Ackerschachtelhalmtee spritzen.
Knospen trocknen ein
Vorkommen besonders beim Weihnachtskaktus. Regelmäßig gießen, die Pflanze darf in der Vegetationszeit niemals austrocknen.
knospenfall
Besonders beim Weihnachtskaktus. Umstellen, Temperaturschwankungen und Zugluft vermeiden. - Wenn sich die ersten Knospen zeigen, ins Warme stellen. Wird dieser Zeitpunkt versäumt, werden die Knospen nach dem Umstellen abgestoßen.
Verkorkungen
Ursachen sind weitgehend unbekannt, sie treten altersbedingt auf oder durch falsche Pflege. Auch Spinnmilben können dafür verantwortlich gemacht werden. Zu hohe Luftfeuchtigkeit mit niedrigen Temperaturen und geringer Lichteinstrahlung während der winterlichen Ruhezeit vermeiden, ebenso dann nicht düngen. In der Vegetationszeit nur lauwarmes Gießwasser verwenden, regelmäßig gießen und düngen nach Vorschrift.  
Verschiedene

Grauschimmel. Grauer Pilzrasen, das Gewebe stirbt ab. Siehe 'Grauschimmel' . Läuse siehe 'Blatt-/Blutläuse' .

Spinnmilben: Blätter sind steif, gelblich-grün. Zellen silbrig-gesprenkelt. Siehe 'Milben' .

Schwarzfärbung des Stängels durch Pilzbefall

Wollläuse:Blätter, Triebe und Zweige sind von einem watteähnlichen Material umhüllt, es gibt einige klebrig-glänzende Stellen. Der Beginn des Befalls ist meistens in den Blattachseln. Die Läuse darunter saugen an Blättern und Trieben und scheiden gleichzeitig schädliche Stoffe aus, wonach sich die Blätter einrollen. Zimmerpflanzen werden oft befallen.  Siehe 'Blatt-/Blut-/Wollläuse' .

Schildläuse bilden braune Schilde.

Wurzelläuse. Blätter welken und sterben ab. Wachstum gering. siehe 'Wurzelläuse'.

Wachstum eingestellt, Pflanze kümmert. Siehe Wurzelfäule.

 

 

 

 

Unterhalb des Stängels abschneiden, ist der Pilzbefall an der Pflanzenbasis, die ganze Pflanze vernichten.

 

 

Wurzelfäule: Kaliumpermanganat verdünnen, bis es rosa wird. Dann damit gießen, drei Wochen nicht gießen, dann erneut mit der Lösung gießen, zwei Wochen warten. Sobald sich neue Wurzeln gebildet haben, kann langsam mit der üblichen Behandlung begonnen werden.