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Erika

Erika (bot. Erica carnea Cecilia)


Erica carnea, Winter- oder Schneeheide. Alle Eriken sind empfindlich gegen organische Dünger.

Sie benötigt keinen Schnitt, sie kann aber sofort nach der Blüte gering zurückgenommen werden, wird dann buschiger und treibt mehr Blüten. Sie verträgt etwas Kalk und blüht den ganzen Winter über, 11/12 - 5, rosa, rot, weiß, 15 - 30 cm. Standort (Winter-)Sonne, z.B. vor einer Gehölzgruppe (z.B. Winterjasmin), Südseite, auch für Balkon und Terrasse. Pflanzabstand 25 - 30 cm. Rückschnitt der neuen Blütentriebe Mitte Mai, nicht in das alte Holz. - Nach der Blüte zurückhaltend mit Kompost düngen, auf jeden Fall chloridfrei. Schwerer Lehmboden ist ungeeignet, am besten geeignet sind saure Moorböden. Frosthart.

Begleitpflanzen sind Alant, Blauschwingel, Federgras, Gräser, Heidenelken, Katzenminze, Katzenpfötchen, Kiefern, Koniferen (Wacholder), Lampenputzergras, Lavendel, Pfingstnelken, Salbei, Sommeraster, Rhododendren. Höhe 30 cm. Frostfest. Für Stein- und Heidegärten. Erdmischungen für Azaleen sind auch für diese Pflanzen geeignet. Mulchen mit Lauberde. - Vermehrung durch Stecklinge und Teilung.

Cecilia M. Beale, Blüte weiß, 1 -2.

Vivellii, Blüte rubinrot, 2 - 3.

Winter Beauty, Blüte dunkelrosa, 1- 2.

Man kann 9 Pflanzen besorgen und auf die Beete verteilen, jeweils 3 Stück.

Erica gracilis var. autumnale, Glockenheide. Immergrün. Gedrungen, reiche Blüte rosa, rot und weiß, im Spätsommer etwa 4 Wochen. Auch für herbstliche Balkonbepflanzung und als Topfblume geeignet für Herbst und Winter: Kühle, feuchte Luft. Falls möglich, zwischen Doppelfenster stellen. Nur mit Regenwasser gießen. Überwintern bei 2 - 4°. Bei trockener, warmer Luft fallen die Blätter ab, die Blüten vertrocknen. Im Frühjahr nach Austrieb in Moorbeeterde oder Einheitserde setzen, die Wurzeln dürfen nicht gekürzt werden.

Das in Europa beheimatete winterharte Heidekraut gibt es auch in Zwergformen, aber auch als kleine Bäumchen. Für den Balkon sind sie die wahren Winterpflanzen. Das Heidekraut wird 15 - 50 cm hoch. Ein leicht saurer Boden ist am besten geeignet. Im Frühling und Sommer reichlich gießen (Düngen ist nicht erforderlich). Im Winter wird nur an frostfreien Tagen etwas Wasser gegeben. Alle 2 Jahre im Frühjahr sollte man das Heidekraut in frische, nahrhafte Erde umsetzen - äußerst behutsam, da die fleischigen Wurzeln leicht brechen. Vermehrung durch Teilung beim Umtopfen oder durch Stecklinge.

Hell, vollsonnig. Viel Wasser, reichlich gießen. Balkon. Nicht düngen.

Heidekrautgewächse werden im allgemeinen nicht angerührt von Schnecken. Dies sind nur die unter Mischkategorien angesammelten Heidekräuter. Der Rest befindet sich unter Glockenheide Bäume, Sträucher F - K.

Schadbild Vorbeugung Bekämpfung
Blattchlorosen
Blätter werden gelb. Siehe 'Chlorosen/Eisenmangel'. Pflanzenbedürfnisse (Boden!) beachten. Nicht mit kalkhaltigem Wasser gießen.  
Dickmaulrüssler

Der Käfer ist 10 mm lang, flugunfähig, glänzendschwarz, hat einen rüsselförmigen Kopf. Vermehrung eingeschlechtlich, es gibt nur weibliche Tiere bei uns. Sie verbergen sich tagsüber am Fuß der Pflanzen. Sie schlüpfen Ende 5 im Freiland, Ende 2 im Gewächshaus. Etwa einen Monat danach werden bis zu 700 Eier im Boden abgelegt. Die Larven schlüpfen drei Wochen später, sie sind 10 mm lang, weißlich mit braunem Kopf, beinlos, ihre Gestalt ist ähnlich dem Engerling. Sie überwintern. Die Käfer fressen nachts an den Blüten und Blättern (Buchtenfraß), die Larven an den Wurzeln und dem Wurzelhals.Die Blätter fallen später ab. Die Larven sind die eigentlichen Schädlinge. Pflanzen welken, fallen z.T. um, können leicht aus dem Boden gezogen werden. Dickmaulrüssler bevorzugen sauer reagierendes Erdreich aus Kompost oder Torf. Siehe 'Dickmaulrüssler'.

   
Erikasterben
Phytophthora - Welkepilz. Jungpflanzen sterben ab, ältere Pflanzen bleiben im Wachstum zurück, die Wurzeln sind braun, die Blätter werden gelb oder rötlich. Hinweise zur Aufzucht beachten. Vernichten.
Grauschimmel
Nach der Infektion werden vor allem die Blätter mit grauem Schleier überzogen, danach faulen sie und fallen ab. Feuchtes Wetter fördert die Infektion. Siehe 'Grauschimmel'. Niemals Laub befeuchten beim Gießen.  
Läuse
Siehe 'Blatt-/Blutläuse'.    
Mehltau
Auf der Blattoberseite weißgraue Flecken, sie fließen zusammen, oft beidseitig. Blätter werden braun, sterben ab. Siehe 'Mehltau, echter'. Ausreichend wässern, niemals über das Laub.  
Andromeda-Netzwanzen
Stephanitis rhododendri, oberti, takeyai. Netzwanzen saugen an der Blattunterseite der Lavendelheide, die Blätter werden gelb und können bei starker Belastung abfallen. Die Eier werden im Herbst entlang der Mittelrippe auf der Blattunterseite abgelegt und mit Kot überdeckt. Siehe 'Netzwanzen'. Keine stickstoffbetonte Düngung, regelmäßig gießen, nur mit kalkfreiem Wasser. Boden mulchen  und lockern. Brennesseljauche gießen, Boden mit Laubkompost abdecken.      Spruzit 1,0% und Niem spritzen, wöchentlich wiederholen. 
Rostkrankheit
Auf den Blättern erscheinen gelbliche bis dunkle Auftreibungen, danach fallen sie ab. Siehe 'Rostkrankheiten'.    
Spinnmilben
Blätter eingesponnen, wenig Blattgrün. Zellen silbrig-gesprenkelt, später braun. Siehe'Milben'.    
Überdüngung
Grüne Triebspitzen über den Blütenansätzen. Nach dem dritten Standjahr keine Düngung mehr. Boden abmagern mit Sand oder umsetzen.