Schnellsuche im Bio-Gärtner:
Suche im Bio-Gärtner
Suche im Web:
Suche im Web
Aloe

Aloe (bot. Aloe aristata)


Aloe. Liliengewächs.

Etwa 300 verschiedenen Sorten, ganz niedrig für Kübel bis baumhoch. Typisch sind die dicken Blätter, glatt oder gezackt, die als Wasserspeicher dienen. Erde lehmig, nahrhaft, eher trocken. Warme Südlage, Halbschatten, vorübergehend auch Schatten. Blüten in Ähren, Rispen oder Trauben, gelb, orangenfarben, rot und weiß. Sukkulenten benötigen nicht viel Wasser. Erst dann wieder gießen, wenn die Erde abgetrocknet ist. Sie überstehen lange Trockenzeiten. Kein Wasser darf in den Rosetten stehen, sie faulen dann leicht. Bei Staunässe faulen die Wurzeln. Dünger 3 - 9, wöchentlich.

Überwinterung bei Temperaturen nicht über 10° mit trockener Erde. Je lichter, desto wärmer.

Vermehrung durch Abtrennen der Seitensprosse oder Ausläufer im Sommer. Bei Samenvermehrung besteht das Risiko, dass die Nachkommen wenig Gemeinsamkeiten mit der Elternpflanze haben.

Einige Arten (Aloe ferox, Aloe barbadensis) enthalten einen zähflüssigen Saft, der gegen Verbrennungen (Tinktur gegen Röntgenstrahlenverbrennungen) und Venenleiden auf die Haut gestrichen wird. Innerlich als Abführmittel gebraucht.

Die wirksamen Stoffe sind Acemannan, Anthrachinone, Aloin, Bitterstoffe, Harze, Salicylsäure.

Aloe africana bildet 7 m hohe Stämme, an der Spitze ein graugrüner Blätterquirl.

Aloe americana, 'hundertjährige Aloe, mit zahlreichen Formen, kann bis zu 12 m hoch werden.

Aloe aristata. Die begrannte Aloe mit weißen Stacheln, sie bildet schöne Rosetten.

Aloe arborescens, Baum-Aloe, ist eine schöne Pflanze ohne Probleme, sie wird oft angeboten. Sonne bis Schatten. Als Heilpflanze zugelassen. Siehe unter Aloe

Aloe ferox hat 1 m lange Blätter und blüht 5 - 6 mit roten Trauben. Höhe ca. 2 - 3 m, bei optimalen Verhältnissen auch doppelt so hoch.             Aloe ferox, Aloe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aloe variegata, Papageienaloe, auch Tigeraloe. Sie hat dekorative, buntgebänderte, überlappende Blätter und hellrote Blüte. Gedeiht gut auf der Fensterbank.

Aloe barbadensis ist am bekanntesten. Blätter spitz, gezähnt, blaugrün. 35 - 38% Anthranoide. Aloinoside, stark abführend durch Anthranoide. Tinktur bei äußerlich schlecht heilenden Wunden. Regelmäßige Einnahme erhöht das Risiko für Dickdarmkrebs. Blüte orangenfarben. Standort hell, sonnig, normale Zimmertemperatur. Wir können Sie problemlos kultivieren. Sie wird in der Kosmetik eingesetzt. Als dankbare Topfpflanze liefert sie ganzjährig die begehrten fleischigen, schleimhaltigen Blätter. In der Volksheilkunde wurden sie aufgeschnitten und zur Behandlung zum Beispiel auf frische Hautverletzungen aufgelegt, für Ekzeme, Insektenstiche, Brandwunden, Gelenkschmerzen und Arthritis. - Aloe ferox hat etwa dieselbe Richtung.

Aloe v. Sweet Aloe ist bitterstofffrei, ihr Saft kann auch innerlich eingenommen werden. Aloe vera

Aloen werden leicht verwechselt mit Agaven. Diese gehören aber zu den Amaryllisgewächsen. In die Haut dringt er drei- bis viermal schneller ein als Wasser. Er lindert dabei den Juckreiz von Insektenstichen und Sonnenbränden. Auch kleinere Brandwunden und leichte Sportverletzungen verheilen schneller. Pilz- und Hauterkrankungen wie Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte können ebenfalls behandelt werden, Haarausfall wird gemindert. In die Haut einmassiert wirkt das Sweet-Aloe-Gel generell hautverjüngend und zellstraffend. Sie lindern rheumatische Erkrankungen, regulieren den Bluthochdruck, aktivieren das Herz- und Kreislaufsystem, wirken Fieber senkend und steigern die allgemeine Leistungsfähigkeit. Außerdem reinigen sie den Magen- und Darmtrakt.                                     

                                Aloe vera--

 

Sie wollen meist keine zu fette Erde, sondern eine durchlässige, lockere, etwas lehmige Komposterde mit gutem Wasserabzug. Düngen wollen wir diese Pflanzen nicht, sie verlieren sonst leicht ihre charakteristische Gestalt, um derentwillen wir sie so gern sehen. Die meisten lieben volle Sonne, manche sind gegen Prallsonne empfindlich, wir geben dann etwas Schatten. Während des Winters brauchen sie nur 10 - 12° und bleiben so gesünder als bei wärmerer Aufstellung.

Agave und Aloe lieben als Kinder der Tropen die Sonne über alles, nur im Winter kann es etwas niedriger sein. Wenn sie nur sonnig und warm stehen, werden sie alles andere gelassen ertragen, es sei denn stauende Nässe, also Wasser im Untersatz. Düngen ist nur schwach erlaubt. Das müssen wir vermeiden. Der Gärtner zieht sie im Kalthaus heran, sie werden also kühl überwintert. Dann wird auch wenig gegossen. Umgepflanzt werden beide nur dann, wenn es unbedingt nötig ist. Wir nehmen dazu nahrhafte, lehmige Erde. An wenig belichteten Standorten bilden sich allerdings keine Blüten.

Schadbild Vorbeugung Bekämpfung
Woll- und Wurzelläuse

Selten. Blätter, Triebe und Zweige sind von einem watteähnlichen Material umhüllt, es gibt einige klebrig-glänzende Stellen. Der Beginn des Befalls ist meistens in den Blattachseln. Die Läuse darunter saugen an Blättern und Trieben und scheiden gleichzeitig schädliche Stoffe aus, wonach sich die Blätter einrollen. Siehe 'Blatt-/Blut-Wollläuse'.  

Die Wurzelläuse leben in Kolonien im Wurzelbereich von Pflanzen. Sie scheiden Homigtau aus, der von Roten Wiesenameisen gesammelt wird. Beide treten deshalb oft zusammen auf. Die Blasenläuse fliegen im Frühsommer zu den Kulturen und gebären dort hunderte ungeflügelter Läuse. Diese bilden im Herbst Flügel aus und fliegen zurück zu den Pappeln, um dort Eier abzulegen. Die Jungtiere schlüpfen im Frühjahr und bilden auf den Blättern Gallen, die blasenähnlich aussehen. Die daraus schlüpfenden geflügelten Blasenläuse fliegen im Juni in die Gärten.-

Die Wurzelläuse wählen ihre Ziele nach Blattfarbe und Geruch aus. Fahles oder gelbliches Grün werden bevorzugt, das bedeutet, dass kranke Pflanzen angeflogen werden, entstanden durch Staunässe, Bodenverkrustung oder fehlerhafte Düngung. Siehe 'Wurzelläuse'.